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Das Vienna Coffee College hat zum Tag des Kaffees im Oktober Plätze zu diesem Workshop verlost und ich war eine der glücklichen Gewinnerinnen, mit meiner lieben Amela (meine bosnische Schwester im Geiste) war ich also im November im Wiener Rösthaus um daran teilzunehmen.
Kaffeekannenworkshop

Warum ich euch das erzähle? Weil ich diesen Beitrag dick und fett mit Werbung markieren muss, da ich ein Unternehmen erwähne (nichtmal verlinke, nur erwähne). Natürlich habe ich keinen Cent für diesen Beitrag bekommen und natürlich hat mir keiner gesagt schreib was! Nein, ich schreibe freiwillig und nur zu Unterhaltungs- und Informationszwecken für meine lieben Leser.

Meine allerersten Mokkakannen Erinnerungen sind schon sehr, sehr lange her.

Mein Papa ist Sizilianer und lange vor der Filtermaschinen- oder gar Vollautomaten Zeit gab es bei uns zu Hause nur diesen Kaffee aus, wie sollte es anders sein, einer echten italienischen Bialetti.

Ich glaube die hat damals meine Oma meinem Papa mitgebracht, wahrscheinlich hat es die bei uns am Land vor 50 Jahren nicht zu kaufen gegeben, wir hatten aber eine echte!

Wir hatten auch noch zwei weitere Kannen, eine aus Edelstahl und eine aus so einem komischen Metall, dass man nicht in die Spüline geben darf, aber das war vor über 50 Jahren kein Problem.

Also ich durfte den natürlich nicht trinken, Kinder bekamen keinen Kaffee in unserer Familie. Außer wenn mein Onkel mit Familie aus Sizilien da war. Da durften wir Kinder einen Fingerhut voll Kaffee trinken, mit gefühlten drei Kilo Zucker, ich habe das sehr süß und in kleiner Menge in Erinnerung.

Mein Onkel war der Meinung, sizilianische Kinder, auch wenn sie nur halb sizilianisch sind, können schon mal etwas Kaffee vertragen. Geschadet hat es uns nicht, aber vielleicht kommt es daher, dass ich so ein Kaffeefreund bin.
Kaffee- Mokkakannen

Wie hat ihn meine Mama gemacht?

Sie hat den Kaffee frisch gemahlen, den kleinen Einsatz gefüllt und den Kaffee angepresst.
Ich habe beim Workshop gelernt, dass man ihn nicht anpresst, sondern locker lässt. Frisch gemahlen ist immer besser als vorgemahlener Kaffee. Außerdem soll man die Kaffeebrösel vom Rand besser wegmachen.

Wie der Mahlgrad bei meinen Eltern war weiß ich nicht mehr, aber im Coffee College habe ich gelernt, dass der Kaffee nicht so fein wie für einen Siebträger gemahlen gehört und nicht so grob wie für die Filtermaschine.
Wird er zu fein gemahlen, besteht die Gefahr dass der Kaffee bitter schmeckt.

Der Druck bei diesen Mokkakannen ist bis maximal 2 bar, im Gegensatz zu den Siebträgern mit bis zu 9 bar.
Was auch erklärt warum es nie eine Crema geben kann wie bei einem Espresso. Und natürlich ist Kaffee aus der Mokkakanne kein Espresso, auch wenn viele Menschen das meinen, auch bei uns daheim hieß es, es gibt Espresso. So entstehen Gerüchte,.. gg
Kaffeekannenworkshop Vienna Coffee College
Hier seht ihr zwar Crema, aber die verschwindet ganz schnell wenn man den Kaffee in die Tasse gießt.
Frisch gekochter Kaffee

Wir haben vorgewärmtes (Wasserkocher) verwendet beim Workshop (95-98°) und dieses dann noch im Kännchen ohne den gefüllten Filtereinsatz zum Kochen gebracht, dann erst den Kaffee in die Kanne gegeben, und den Oberteil draufgeschraubt. Und natürlich dann wieder auf den Ofen oder die Flamme stellen.

Wichtig ist auch, dass der Oberteil fest zugedreht wird, sonst könnte es sein, dass das undicht ist und Wasser/Kaffee austritt. Ich hab das einmal bei einem Kaffee gemacht beim Workshop, der Kaffee hat gar nicht gut geschmeckt.

Die Wassermenge für einen guten Kaffee richtet sich nach der Größe eurer Mokkakanne, es darf nur bis zum Ventil befüllt werden.
Ebenso trifft das auf die Kaffeemenge zu, das Sieb soll nicht ganz voll gefüllt sein, aber gut gefüllt, und eben nicht gepresst werden.

Wir haben einige Kaffeesorten zubereitet und ich habe gelernt, dass mir blumiger, fruchtiger Kaffee nicht schmeckt, zumindest nicht aus der Mokkakanne.
Kaffeebohnen Vielfalt

Es ist wirklich unglaublich wieviele Geschmacksnuancen Kaffee hat. Ich bin ja im Normalfall die die sagt der schmeckt mir oder eben der schmeckt mir nicht.
Was mir nie schmeckt ist dünner Kaffee der die Kaffeebohnen nur gestreichelt hat,..gggg

Gründe, wenn euch der Kaffee „sauer“ vorkommt?
zb wenn man Kaffee verwendet der nicht schonend geröstet wurde sondern im Schnelldurchlauf günstigst hergestellt wurde.
Selbiges gilt für die Kaffeebohnen, werden die zwecks Gewinnoptimierung zu früh geerntet, kann das nie ein guter Kaffee werden.
Zeit ist leider Geld, bei den Kaffees im Rösthaus weiß ich aber dass sowohl die Kaffeequalität als auch das Röstverfahren für guten Kaffee sorgt.

Oder wenn der Kaffee zu grob gemahlen wurde, dann werden nämlich nur die Sauerstoffe und nicht die Bitterstoffe gelöst.
Wusstet ihr dass Kaffee fast 50 Säurearten beinhaltet? Unglaublich was?

Warum schmeckt er manches Mal bitter?
Da könnte eine zu hohe Brühtemperatur schuld sein, oder auch unzureichende Reinigung der Mokkakanne.

Die sollte man nämlich nach jedem Mal benutzen anständig reinigen.
Im Dichtungsring darf sich kein Kaffeebrösel verstecken, sonst könnte der nächste Kaffee bitter = verbrannt schmecken.

Wir fanden diesen Workshop extrem spannend und Michael Haller, der Barista, der auch Barista Trainer ist, hat uns mit viel Kompetenz durch den Kaffee geführt quasi.
Nebenbei ist es wirklich interessant wie unterschiedlich derselbe Kaffee schmeckt, wenn ihn zwei verschiedene Personen in unterschiedlichen Kannen zubereiten.

Aja, wenn ihr zu hartes Wasser habt, solltet ihr das Wasser vor dem Kochen durch einen Filter laufen lassen. Zum Glück ist das hier bei uns nicht notwendig. Könnte aber auch ein entscheidender Faktor für die Qualität des fertigen Kaffee sein.
Das brauchst du für guten Kaffee aus der Mokkakanne

Das ist kein Mokkakannenkaffee, den hat mir der Michael zur Begrüßung gemacht, und bitte kann ein Kaffee liebevoller aussehen?
Cappuccino

Das wars von meinem Ausflug in den Wiener Prater, zum Mokkakannen Workshop.
Wien, Prater

Ich hoffe ich habe mir alles richtig gemerkt, wenn nicht wird mich doch wer aufmerksam machen, hoffe ich.

Habt ihr schon einmal so einen Workshop für die Kaffeezubereitung besucht? Wart ihr auch so begeistert? Erzählt mir doch davon bitte!