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Was diesen Kuchen kroatisch mache, fragte mich jemand auf Instagram als ich ankündigte diesen Kuchen zu backen.

Ob die Zutaten kroatisch seien?

Nein, sind sie nicht, das sind in meinem Fall Bio Zutaten aus Österreich, der Rum ist österreichisch aber nicht Bio, das Zimtpulver ist nicht österreichisch sondern von meiner Tochter aus Indien mitgebracht, ich denke auch nicht bio.

Was also macht den Kuchen kroatisch?

Ich wars nicht, sag ich da nur, aber ich habe das Rezept aus Die echte kroatische Küche, der Autor ist Kroate, der Rezepttitel ist ebenfalls Kroatischer Apfelkuchen, darunter die kroatische Bezeichnung: Kolač od Jabuke.
Die echte kroatische Küche: kroatischer Apfelkuchen

Mehr Erklärung habe ich auch nicht.

Interessant an diesem Kuchen ist, dass die untere Teigplatte erst mal vorgebacken wird, dann erst Fülle und Deckel draufkommen.
Für mich war im Rezept viel zu viel Zucker, ich habe deutlich (sehr deutlich) reduziert, schreibe euch aber das Rezept im Original her.

Außerdem werden die Äpfel vorher gedünstet, und der Teig wird nicht wie normaler Mürbteig geknetet, sondern umgekehrt zubereitet, mit erst aufschlagen von Butter, Ei und Zucker, ähnlich wie bei meinem Zwetschkenkuchen hier.

Geändert habe ich noch, dass ich die Äpfel nicht auf einer Reibe gerieben habe, sondern blättrig geschnitten, nachdem das dann gekocht wurde, wollte ich mir die Arbeit nicht antun.

Was noch anders ist, es ist viel Rum drin, im Teig, in der Fülle…huiii! DAS kenne ich so gar nicht, bei mir kommt sonst maximal in die Apfelfülle Rum, aber nicht in den Teig.

ABER es schmeckt, der Kuchen ist saftig, gschmackig, durch die säuerlichen Äpfel (und meine Zuckerreduzierung) auch nicht zu süß.

Probiert ihn einfach selber aus!

Kroatischer Apfelkuchen

Kolač od Jabuke
Apfelkuchen, kroatisches Rezept

Zutaten reichen für ein halbes Blech oder eine flache Backform 15 x 20 cm.

Apfelfüllung:
– 750 g säuerliche Äpfel gerieben (hier blättrig geschnitten)
– 225 g Zucker (ich 2 Teelöffel)
– Saft einer Zitrone
– 2 Essl. brauner Rum
– ! El. Zimtpulver

Teig:
– 375 g Mehl plus etwas zum Ausrollen
– 1 El. Backpulver (hier ein TL)
– 165 g weiche Butter
– 165 g Zucker (hier 50 g)
– 1 ganzes Ei
– abgeriebene Schale einer Bio Zitrone
– 2 Essl. brauner Rum
– 1/2 Tl. Salz

Zusätzlich:
– 1 Ei
– etwas kaltes Wasser
– 2 Essl. Zucker

Erst wird der Teig zubereitet:

Mehl und Backpulver mischen.

In einer größeren Schüssel die Butter mit dem Zucker sehr schaumig rühren.
Das ganze Ei hinzufügen und gut unterrühren.

Den Teig bis zum Gebrauch im Kühlschrank (zugedeckt) eine Stunde ruhen lassen. (halbe Stunde hat auch gereicht und er ließ sich noch gut ausrollen)

Die Äpfel schälen und reiben (hier blättrig geschnitten, insgesamt sollen das im bearbeiteten Zustand 750 g sein.

Die Äpfel mit dem Zucker in einem Reindl bei starker Hitze schmoren lassen, bei mir mehr als die 5 angegebenen Minuten, danach Rum und Zitronensaft einrühren. Topf vom Herd nehmen.

Ein Backblech oder die Backform mit Backpapier auslegen.

Das Backrohr auf 190 ° Ober/Unterhitze vorheizen.

Den Teig in zwei gleich große Stücke teilen.

Teil eins ausrollen, dass er die Hälfte vom Backblech füllt, im Buch steht 1-2 cm dick, das lässt Spielraum, bei mir eher dünner als dicker.

Aufs Backblech legen und 10 Minuten backen.

Das Ei mit dem Wasser versprudeln.

Den Teigboden aus dem Herd holen und die Apfelfülle darauf verteilen.
Die zweite Teighälfte ebenso wie die erste ausrollen und mit Hilfe des Nudelwalkers auf den Äpfel legen.

Die Ränder zudrücken.
Den Kuchen mit dem Wasser/Ei Gemisch einpinseln, mit den zwei Löffeln Zucker bestreuen.
Dann mit einer Stricknadel einige male reinstechen.

Fertigbacken bis die Oberfläche goldbraun ist, ich hab aufgepasst, es waren noch 27 Minuten, die mein Kuchen gebraucht hat.

Für uns war der Kuchen genau richtig, zum Glück habe ich die Zuckermengen drastisch reduziert, nicht dass ich plötzlich keinen Zucker mehr mag, aber das erschien mir einfach zu viel Zucker.

In Kürze kommt dann auch die Rezension zum Buch, bisher sind hier schon folgende Rezepte aus diesem Buch:

Weißkohl mit Teigfladen

Dalmatinische Tomatensauce