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Unsere Kleine hat sich vor ein paar Wochen selbst zum Essen eingeladen und auch gleich dazugesagt was sie haben will:

Mama mach einen Krautstrudel, der schmeckt bei dir am besten! Das aus dem Munde einer gelernten Köchin ist schon was Nettes, da wächst man gleich um ein paar Zentimeter, so als Mutter 🙂
So geht ein guter Strudel!

Da auch gleich ihr Freund und die Schwiegermutter eingeladen wurden, habe ich eine größere Menge gemacht, das war auch gut so, zu fünft haben wir drei riesige Strudel gegessen, der vierte, blieb für meinen Mann und mich am nächsten Tag.

Die große Menge an Kraut hat mich erst vor ein Problem bestellt, bis ich mich entschieden habe, das Kraut einfach im Backofen „anzurösten“ Geht einfacher, schmeckt genauso, es ist keine Fettzugabe nötig und man merkt keinen Unterschied.

Rind-Krautstrudel mit ofengeröstetem Kraut

Für 4 Strudel

perfekter Strudelteig

Teig:
– 400 g glattes Mehl
– 200 g lauwarmes Wasser
– 80 g Pflanzenöl
– etwas Salz

Kraut:
– 2 große frische Weißkrautköpfe
– 2 große Zwiebel
– 4 Knoblauchzehen
– Salz, Pfeffer, Kümmel
– ein großes tiefes Backblech

Rind:
– 600 g faschiertes Rindfleisch
– Salz, Pfeffer,
– eine große Zwiebel
– 2 Knoblauchzehen
– etwas Öl

– Flüssige Butter zum Bestreichen während des Backens

Ich habe zuerst die Kraut-Rindfülle hergestellt, weil man die nur kalt verwenden kann, sonst reißt der zarte ausgezogene Teig.

Das Kraut putzen, und mit einem gscheit schneidendem Messer in feine Streifen schneiden, Zwiebel und Knoblauch grob hacken.
Alles auf ein tiefes Backblech legen, Salzen, Pfeffern und mit Kümmel bestreuen und bei 180° Ober/Unterhitze ca eine halbe Stunde „anrösten“ Ganz weich muss das Kraut nicht sein, da es ja auch noch als Strudel ins Backrohr kommt.

In einer großen Pfanne Zwiebel und Knoblauch andünsten, das faschierte Rindfleisch dazugeben und würzen.
Das Fleisch habe ich schon ziemlich durchgebraten, also es waren keine roten Stellen mehr zu sehen.

Stellt Kraut und Faschiertes kühl oder noch besser kalt.

Für den Teig alle Zutaten in eine Schüssel wiegen und einmal kurz verkneten, dann auf der Arbeitsfläche ordentlich kneten, bis ein schön geschmeidiger Strudelteig daraus geworden ist.

Lasst dem Teig ein paar Minuten Zeit, aber dann kann man sofort loslegen.

Ich habe aus der Menge vier Strudel rausbekommen, und die obige Fülle hat auch super gereicht für alle Strudel.
Den Teig in vier möglichst gleiche Stücke teilen und ein großes Tuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten.

Dieses leicht mit Mehl bestäuben. Nudelwalker herrichten (Nudelholz, Teigrolle)

Backrohr auf 180° Ober/Unterhitze vorheizen.

Jedes Teil vom Teig erst auf dem Tuch ausrollen und dann mit den Händen ausziehen soweit möglich, wenn mir der Teig anfängt zu reißen was er diesmal nicht gemacht hat, lege ich ihn auf das Tuch zurück und ziehe mit den Händen an allen Ecken und Enden herum, bis der Teig dünn genug ist.

Krautstrudel mit Rindfleisch

Hier sieht man recht schön, wie dünn der Teig ist.

Gebt vom Kraut und vom Rind je ein Viertel der Menge auf jeden Strudel.

Mit Hilfe des Tuches kann man den dann super einrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backrohr legen.

Bei mir gingen nur drei Strudel anständig aufs Blech, den vierten habe ich extra gebacken, und zwar nur angebacken, weil wir ihn ja eh erst am nächsten Tag essen wollten.

Stellt das Backblech mit den Strudeln ins Rohr und lasst das mal 20 Minuten backen, dann das erste Mal mit flüssiger Butter einstreichen.

Die gesamte Backzeit ist ca. 60 Minuten, so alle viertel Stunde hab ich erneut mit Butter bestrichen.

Wenn die Strudel fertig sind, möglichst sofort servieren, so frisch aus dem Ofen sind die superknusprig und gut!

Zu so einem Strudel passt am besten ein leichter Salat und eine Sauerrahmsauce, meine ist einfach mit Kräutern und Knoblauch und etwas Salz gemacht.