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Lange habe ich keine Sachertorte mehr gebacken, sicher ein paar Jahre her, aber ich habe ein neues Kochbuch bekommen (Rezension folgt noch) und außerdem hatte meine Schwiegermutter Geburtstag. Und mein Mann hat mich gebeten ob ich nicht ein kleines Törtchen backen kann.

Natürlich kann ich, und mir ist gleich die Sachertorte eingefallen, die ich eh wieder mal backen wollte.

Schokoladenkuchen ist so eine Sache bei uns, mein Mann könnte den immer essen, auch bei 35°, ich sehe solche mächtigen Kuchen lieber im Herbst und Winter auf meinem Teller.

Und weil die Torte diesmal ein Geschenk für meine alleine lebende Schwiegermutter war, habe ich die Menge aufgeteilt auf eine kleine Tortenform und einen Rehrücken.
SAchertorte

Die Menge die ich angebe ist für eine 24er Tortenform und die Torte ergibt dann 12 Stücke.

Sachertorte nach einem original Wiener Rezept

– 7 Eier
– 180 g Kochschokolade (ich 70% Zartbitterschokolade)
– 180 g Butter
– 90 g Staubzucker
– 1 P. Vanillezucker (ich 1 Tl. selbstgemachten)
– 160 g glattes Mehl
– 1 Msp Backpulver (ich Weinsteinbackpulver)
– 1 Prise Salz
– 90 g Feinkristallzucker

– Marillenmarmelade zum Bestreichen (ohne Stückchen)

Glasur:
– 150 g Kochschokolade ( ich wieder 70%ige Bitterschokolade)
– 100 g Butter

– etwas flüssige Butter und Mehl für die Form

Backrohr auf 180° Ober/Unterhitze vorheizen.

 

Die Eier trennen, die Schokolade über Dunst schmelzen und auf Lippenwärme abkühlen lassen.
Die Butter erweichen und sehr schaumig rühren, nach und nach den Staubzucker, den Vanillezucker und die Eidotter einrühren. Danach die abgekühlte Schokolade unterrühren.

Das Mehl mit dem Backpulver versieben, die Eiklar mit dem Salz und dem Kristallzucker zu einem steifen Schnee schlagen und einen kleinen Teil des Schnees sofort unter die Butter-Schokoladenmischung heben.

Den restlichen Eischnee zusammen mit der Mehlmischung langsam unterheben.

In die mittlere Schiene des Backofens geben und ca. 50 Minuten backen. Die Backzeit kann je nach Gerät variieren.
Vor dem Rausnehmen bitte immer die Nadelprobe machen, bleibt nix mehr haften an der Stricknadel, dann ist der Teig garantiert durchgebacken.

Die Torte mit der Oberfläche nach unten auf eine glatte Arbeitsfläche oder eine Platte legen. Komplett auskühlen lassen.

Für die Glasur wird die Butter gemeinsam mit der Schokolade über Dampf erweicht. Wichtig dabei ist, dass das Wasser nie sprudelnd kocht, sondern nur dampft, die Schokolade wird sonst bröckelig und unansehnlich.

Die Sachertorte waagrecht halbieren und mit Marillenmarmelade füllen. Die Oberfläche und die Seiten ebenfalls mit einer dünnen Schicht Marmelade bestreichen, das geht am besten mit einem Silikonpinsel.

Abschließend mit der Schokoladenglasur glasieren. Ich habe dann noch einen runden Krapfenausstecher in die Mitte des Kuchens gegeben, eine SChoko Dragee Mischung dahineingefüllt und noch ein bissal Glasur drüber verteilt.

Nach dem Abkühlen habe ich den Ring entfernt, wenn dann unschöne Stellen entstehen, einfach mit ein bissal Gasur nachbessern, ich habe einfach einen Rest Glasur nochmal erwärmt und dünne Schicht nochmal darüber gegossen.

Innendrinnen kann ich euch die Torte nicht zeigen, da sie ja verschenkt wurde, aber den Rehrücken kann ich zumindest herzeigen.
Rehrücken aus Sachermasse

Uns hat dieses Sachertorten Rezept sehr gut gefallen, und die Glasur wird mein neues Standard Rezept, die ist so schön geworden, hat einen schönen Glanz und sich wunderbar verteilen lassen auf beiden Kuchen.

Dieses Rezept ist fernab von den staubtrockenen Sachertorten die man oftmals bekommt. Schön saftig und gut schmeckend. Mehr als ein Stückal kann ich aber davon nicht essen, durch die viele Butter und die Eier ist das schon ein eher mächtiger Kuchen.

Und wer bäckt sie nach? Ich würde mich über viele Nachbackerinnen freuen.

 

Rezeptquelle: Die echte österreichische Küche, von Imtraud Weishaupt-Orthofer, erschienen im Leopold Stocker Verlag.