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FROHE OSTERN!

Der Hase ist in der Tiersymbolik das Symbol für Christus, der im Tod das Leben gebracht hat. Zum anderen gilt der Hase wegen seiner starken Vermehrung, mit bis zu 20 Jungen im Jahr, als Symbol der Fruchtbarkeit und der Zeugungskraft, was zum Fest der Auferstehung und des Lebens passt. Das Bild des Hasen wurde dem Osterbrot aufgeprägt, in das ein Ei eingebacken war. So entstand die Vorstellung vom Hasen, der Eier legt. Der Hase war im Volksglauben allerdings nicht der einzige Überbringer der Ostereier. In Österreich schrieb man es früher dem Hahn zu, in Thüringen dem Storch.

Osterhasenfamilie

Der Brauch, zu Ostern Eier zu verschenken, hat verschiedene Ursprünge. Das Ei galt bereits früh in der Kulturgeschichte als Ursprungsort des Menschen oder gar des Universums. Schon immer war es Sinnbild des Lebens und der Auferstehung, so dass in das Grab von Toten ein Ei mitgegeben wurde. Aus einem scheinbar toten Körper schlüpft schließlich etwas Lebendiges. Damit wird die Beziehung zur Auferstehung Christi deutlich.
Die Eier zu Ostern zu färben hatte einen einfachen Grund. Da in der Fastenzeit auch das Ei als Speise verboten war, wurden die Eier gesammelt. Damit sie nicht verderben und man sie von den frischen unterscheiden konnte, hat man sie gekocht und gefärbt.

Der Ursprung des Osterwassers liegt in heidnischer Zeit. Das Wasser gilt als Ursymbol des Lebens und der Fruchtbarkeit und wurde bei den Germanen zum Gedenken an die Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt. So wurde schon seit dem 2. Jahrhundert das Taufwasser nur zwei Mal im Jahr geweiht, nämlich in den Nachtfeiern von Ostern und Pfingsten.
Nach dem Volksbrauch muss das Osterwasser in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang aus einem Bach geschöpft und schweigend nach Hause getragen werden. Es soll ein ganzes Jahr lang Augenleiden, Ausschlag und andere Krankheiten heilen, für ewige Jugend und Schönheit sorgen. Da es ein Symbol der Fruchtbarkeit ist, schöpfen die jungen Mädchen schweigend Wasser gegen den fließenden Strom.

Auch die Tradition des Osterfeuers reicht in die vorchristliche Zeit zurück, zu der das Feuer den Menschen noch heilig war. Mit Frühlingsfeuern wurde in heidnischer Zeit die Sonne begrüßt, die als Mittelpunkt des Lebens galt. Dieser Kult sollte Fruchtbarkeit, Wachstum und die Ernte sichern. Der Sieg über den Winter und das Erwachen nach einer langen kalten Zeit wurden auf die Auferstehung Jesu umgedeutet, der als Licht der Welt die Finsternis erhellt.

Zum christlichen Osterfest gehört auch das Osterlamm. Entstanden ist das Osterlamm aus dem Ritual der Juden zum Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen. Dabei wird das Lamm zum Gedenken an Gott geschlachtet. Im Christentum wurde das Tier symbolisch zum Lamm Gottes und wird, versehen mit der Fahne als Zeichen des Sieges, als Symbol des Lebens verstanden. Mit seinem weißem Fell ist es daneben auch ein Symbol für Reinheit und friedliche Lebensweise und soll damit als Zeichen des Friedens dienen und eine friedliche Lebensweise anmahnen. In der Gegenwart findet es sich aber meistens als Osterlamm auf der Speisekarte. Als Backwerk aus Rührteig bildet es außerdem reich verziert oft den Mittelpunkt des Ostertisches.

Ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest bei schönen Wetter, mit vielen Ostereiern, Hasen, Lämmchen und einem großen Glas Osterwasser, für Fruchtbarkeit oder gegen Krankheit.

Osterhasen Familie

Mein Mitbringsel für euch zum Osterfest ist eine Hasenfamilie, die ich aus Hefeteig geflochten habe. Wie ihr den Hefeteig zubereiten könnt, könnt ihr hier lesen und die Idee zum Flechten habe ich hier für euch gefunden und als Video mitgebracht: Flechten von Osterhasen