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Juhuu, heute habe ich wieder die Petra zu Gast:

Abendessen heute einmal nicht gekocht, sondern eine Schnitte, Bemme, Brot… oder wie auch immer ihr das nennt. Darauf gibt es keinen Aufschnitt, sondern ein schönes frisches Rindertatar, welches sich jeder selbst mischen kann. Oder man bittet die Chefin des Hauses, dies mit zarter Hand zu tun. Dann kommt es auch ganz fertig auf den Tisch. Dazu gibt es ein frisches Baguette.

Beef Tartar

Der Begriff „Tatar“ leitet sich tatsächlich von der Legende ab, dass die Tataren rohes Fleisch unter ihren Sätteln mürbe geritten und dann verzehrt hätten. Tatar besteht heute aus geschabtem, also extrem fein geschnittenem qualitativ sehr hochwertigem Muskelfleisch des Rindes, z.B. Filet. Du wirst also auf keinen Fall den Fleischwolf bedienen, um ein Tatar auf den Tisch zu bringen, sondern die Messer wetzen und alles fein klein schneiden. Das ergibt eine ganz andere Konsistenz und einen völlig anderer Geschmack.

Tatar muss nicht zwingend vom Rindfleisch sein, inzwischen gibt es einige Spielarten. So zum Beispiel das sehr beliebte Tatar vom rohen Lachs und auch vom Hering. Oft sieht man auch Tatar vom Thunfisch, aber darüber hinaus eignen sich ebenfalls Jakobsmuscheln, Doraden und sogar Garnelen zum Genuss als rohes Tatar. Wenn Hering, Lachs & Co. vorher zwar nicht mürbe geritten werden müssen, dürfen sie sich doch dem Namen anschließen. Die einzige Voraussetzung, die jede Grundlage für ein Tatar unbedingt erfüllen muss, ist frisch zu sein.

Für das Tatar vom Rind, welches ich euch also heute mitgebracht habe, gibt es eine Menge Zubereitungsarten. Wenn die Voraussetzung es fein zu schneiden erfüllt ist, scheiden sich die Geister schon gewaltig. Mit oder ohne Ei, mit oder ohne Sardellen. Und so kommt es, dass ein Tatar auch immer eine persönliche Geschmacksnote so von Haus zu Haus hat

Wir mögen zum Beispiel kein Ei (Eigelb) daran. Das ist mir bei dem feinen Fleisch zu „klebrig“. Am Hackfleisch vom Schwein ( Faschiertem) ist es ok. für uns, aber hier nicht. Und wir mögen auch keine Sardellen daran. Diese zwei Zutaten kannst du dir also einfach mal dazu denken, wenn e deinem Geschmack entspricht. Was bei uns dran kommt, was einige nicht kennen, ist ein Löffel Ketchup. Der macht alles so schön fruchtig und bringt, neben Senf und Gurken, eine süß-saure Variante dazu.

Unsere ganz individuellen Zutaten also sind:
Was kommt in ein beef tartar?

Jeder mischt sich am Tisch individuell, mit mehr oder weniger Zwiebeln, Gürkchen oder anderen Zutaten. So ein schönes Tatar kann übrigens auch eine feine Zutat für eine ganz exquisite Vorspeise sein. Dazu backt ihr „Schillerlocken“ (ihr sagt Schaumrollen) aus Blätterteig und füllt diese mit dem gewürzten Tatar. Die Enden werden jeweils verschlossen mit einem Löffel Sahne (Obers) mit Meerrettich. Dazu guten Appetit, leider gibt es kein Foto.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit. Im Dezember lesen wir uns wieder. Und was soll ich euch sagen, da ist dann schon fast Weihnachten 😉