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Heute kommt wieder die liebe Petra zu Wort:

Ofenschlupfer, Leipziger Lärche, Moppelkotze, Armer Ritter, Hoppelpoppel, Himmel und Hölle,Dippedotz, Nonnenfürzle, Geheiratet und Scheiterhaufen…… einmal quer durch die Bezeichnung für Speisen und wir sehen, da geht es oft lustig zu. Und es besteht immer Erklärungsbedarf. Da sind Bezeichnungen wie Pawlowa, Beef Stroganov, Cäsars Salat und Birne Helene ganz harmlos und haben auch ihre Erklärungen in den Erfindern desselben oder denen, die sich diese Speisen sehnlichst gewünscht haben.
Birne Helene 1

Birne Helene (französisch: Poire belle Hélène) ist ein Dessert der klassischen französischen Haute cuisine. Im Originalrezept werden frische, geschälte Birnen in Läuterzucker pochiert, nach dem Auskühlen auf Vanilleeis angerichtet und mit kandierten Veilchen bestreut. Dazu wird eine heiße Schokoladensauce gesondert gereicht.

Das Dessert wurde um 1870 von Auguste Escoffier zur Uraufführung der Operette „Die schöne Helena“ (Jaques Offenbach) in Paris kreiert.

Heute wird unter Birne Helene meist nur eine einfach eingekochte oder in Dosen konservierte Birne verstanden, die mit kalter oder warmer Schokoladensauce übergossen wird.

Mit viel Freude denke ich noch an Loriots Spielfilm „Papa ante Portas“ , in dem ein Streit über das korrekte Rezept mehrfach die Handlung bildet. Spätestens seit diesem Ereignis sollte es also jeder verstanden haben, wie es geht.

Ich habe heute mal diese Dessert in seine Hauptbestandteile zerlegt und es quasi neu zusammen gesetzt. Also Birne, Schokolade und Vanilleeis. Heraus gekommen ist eine Birne Helene der besonderen, oder auch anderen Art.

Birne im Walnuss-Schokoladeteig mit flüssigem Kern und Vanilleeis mit Birnenbrand

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Rezept für 2 Personen

Für den Birnenkuchen:
50 gr. Butter
50 gr. Kouvertüre
50 gr. Mehl
50 gr. Zucker
1 Ei, 1 Eigelb
2 Birnen
2 Vollmilch Schokoladenstücke
etwas Butter
6 Walnüsse

Für das Eis:
250 ml. süße Sahne
250 ml. Vollmilch
4 Eigelb
1 Vanillestange
2 cl. Birnenbrand
4 EL Zucker

Für den Kuchen die Butter mit der Schokolade auf kleiner Flamme schmelzen und abkühlen lassen. Ei und Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen und das Mehl unterrühren. Die Schokoladen-Butter dazu geben und gut vermischen. Die Walnüsse knacken und grob zerkleinern. Unter den Teig heben.

Birne Helene 3

Zwei kleine hohe Förmchen oder zwei große Porzelantassen mit etwas Butter ausfetten und den
Teig darin verteilen. Die Birnen schälen und zu Hälfte hoch durchschneiden. Vorsichtig etwas auseinander drehen, dass sie oben am Stiel noch zusammen bleibt. Das Kerngehäuse entfernen und statt dessen ein Stück Schokolade einsetzen. Die Birne fest zusammen drücken und in den Teig eindrücken. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober/Unterhitze 30 Minuten backen.

Für das Eis die Eigelb mit dem Zucker und dem Birnenbrand schaumig schlagen. Die Milch und die Sahne in einem Topf mit dem ausgekratzten Mark der Vanilleschote zum kochen bringen. Vom Feuer ziehen. In die Schüssel mit dem Eigelb zwei Kellen Milch-Sahne unter ständigem rühren langsam hinzu geben und dann die Mischung zu der restlichen Milch in den Topf geben. Auf kleiner Flamme erhitzen und zur Rose abziehen. (Anmerkung v. Sina, zur Rose abziehen bedeutet dass man eine Creme oder Sauce mit Hilfe von Eigelb eindickt. Dazu wird die Flüssigkeit ganz langsam und unter ständigem Rühren erwärmt und dann das Eigelb hinfügt, also das was Petra beschreibt triffts genau, ich wollt nur noch dazu senfen gg)

Die Eis Mischung für ein paar Stunden kalt stellen. In der Eismaschine das sahnige Eis zubereiten und dann im TK noch etwas nachfeiern lassen. Wer keine Eismaschine hat, nimmt die ganze Menge Flüssigkeit als süße Sahne und fügt sie geschlagen zu den Eiern hinzu. Diese Masse kann man im TK als Parfait zubereiten.

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Pahh…so was tolles, hat die Petra hier gezaubert, so eine Birne Helene zu zerlegen und neu zusammenzubauen.
Ich liebe solche Spielereien ja, mache sie aber nie selber, deshalb freue ich mich besonders! Danke Petra!