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Wie die Zeit vergeht, heute ist schon der 15. Februar und ich lasse gleich die liebe Petra zu Wort kommen:

Über bloggen in der Provinz und Grünkohl mit Blutorange und Granatapfel
Foodblogs geben uns die Möglichkeit, völlig fremden Menschen in die Töpfe, auf den Teller und auch ein bisschen ins Leben zu schauen. Wenn man regelmäßig einen bestimmten Blog liest, da kann man schon behaupten, dass man den Schreiber/ die Schreiberin ein wenig kennt. Zumindest ist es bei mir so, denn mein Blog ist nicht nur eine Rezeptsammlung, sondern die „unwichtigen Geschichten drumherum“ geben schon einige Einblicke. Was, würde ich meinen, kannst du bei mir zwischen den Zeilen lesen: Weiblich, nicht mehr ganz so jung. Verheiratet. Im Haushalt leben auch zwei Katzen und ein Hund. Ein Enkel. Passionierte Hobbyköchin. Foodblog-Schreiberin weil sie andere dazu anregen will, möglichst oft selbst zu kochen, mit frischen, saisonalen Zutaten. Italien Liebhaberin, besonders gern in der Toscana unterwegs. Verbissene Kämpferin gegen Fertigprodukte (fast) jeder Art mit ungesunden Zusatzstoffen. Mit alten Rezepten und Kindheitserinnerungen auch an Traditionelles in der Küche erinnern, aber immer auch offen für neue, innovative Zubereitungsmethoden und Lebensmittel
Bild 1 - Petras Grünkohl

Und…..Großes Interesse an Gemüse jeder Art, was immer anders zubereitet werden sollte.
So weit so gut und mit dieser letzten Feststellung und der Einleitung, kommen wir schon zu einem meiner ganz schön großen Probleme. Ich wohne ja in der Provinz. Nicht in einer so kleinen Stadt, aber sagen wir in der Gemüseprovinz. Beim Blick auf andere Blogs sehe ich sie oft, die wunderbaren Zutaten die auf den Feldern Deutschlands bzw. Europas wachsen und bin sehr, sehr traurig. Denn ich bekomme die hier nicht.
Wie einfach ist es doch, die herrlichsten Gerichte auf den Tisch (Blog) zu zaubern, wenn man so raffinierte Zutaten hat, wie beispielsweise ein Blogger aus München oder Wien. Einmal war ich auf
dem Viktualienmarkt und meine Gefühle schwankten zwischen Staunen und Trauer, weil diese Fülle und Pracht würde es bei mir nie greifbar geben. Und der Naschmarkt ist ja auch ein Paradies
der wunderbarsten frischen Zutaten.

Bild 2 Petras Grünkohl

Ja, so ein Provinzblogger hat es nicht leicht. Auch bei den Zutaten zu dem Rezept, welches ich euch heute mitbringen möchte. Geplant war Grünkohl für den Salat, den ich trotz mehrerer Anläufe nicht bekommen habe, auch nicht auf dem Wochenmarkt und die Blutorangen gab es, zu meiner Überraschung, gestern im Supermarkt. Statt des Grünkohls habe ich aber eine andere
Entdeckung machen können, die ich noch nicht kannte. Das lässt mich also hoffen, dass die Zeiten sich auch ändern. Die Kohlröschen, angepriesen als eine Mischung zwischen Rosenkohl
und Grünkohl, habe ich im Großmarkt bekommen. So kann man das Rezept, welches ich euch nachfolgend aufschreibe, für Rosenkohl und auch Grünkohl verwenden.

Bild 3 - Petras Grünkohl

Grünkohl/Rosenkohl Salat mit Blutorange, Granatapfelkernen, Lardo und geröstetem Brot

Zutaten für 4 Personen
400 gr. Grünkohl (schon abgezupft), Rosenkohl oder Kohlröschen
2 Schalotten
2 Blutorangen
1/2 Granatapfel
8 Scheiben Lardo
etwas dunkles Brot
Salz und Pfeffer
1 EL Holundergelee
1 TL Senf
Weißweinessig
Orangenöl
1 Prise Zucker
1 Prise Zimt
Chili Flocken

Den Kohl putzen, blanchieren (ohne Salz, damit er die Farbe behält) abgießen und sofort im kalten Wasser abschrecken.
Die Blutorangen filetieren und den Saft in einem Gefäß für das Dressing auffangen. Die
Schalotten in feine Ringe schneiden. Den Granatapfel öffnen und entkernen.
Zu dem Orangensaft den Senf, S + P, Prise Zimt, Chili, Holundergelee und den Essig geben und kräftig abschmecken. Mit Öl zu einer Emulsion aufrühren.
Den blanchierten Kohl, der gern auch noch lauwarm sein kann, mit dem Dressing, den Orangenfilets und den Zwiebelringen vermischen und durchziehen lassen.
Den Lardo in einer Pfanne auslassen, herausnehmen und auf einem Küchenkrepp etwas entfetten. In dem Fett das in Würfel geschnittene Brot braun und knusprig braten. Aus der Pfanne
nehmen und auf ein Küchenkrepp geben.
Den Salat anrichten und mit den Granatapfelkernen , dem Lardo und dem Brot belegen.

Bild 4 Petras Grünkohl
Danke Petra! Ich kann mit Dir das selbe Lied anstimmen,…bin glaube ich noch mehr Provinz wie Du!
ABER wir schaffen es, dennoch immer Gutes auf den Tisch zu bringen.