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Ich bin ja nicht die Bäckerin die wunderschöne Krapfen zusammenbringt,..man schaue da und da, so auch dieses Jahr, trotz neuem Rezept und phantastischem Geschmack ist mein schönster der,..die anderen zeige ich Euch gar nicht erst, das wäre eine Schande, bzw. hab ich gar kein Foto gemacht davon.
Krapfen mit Marillenmarmelade
Wunderbar flaumig innen, aber bitte schaut so ein echter österreichischer Faschingskrapfen aus? NIEMALS!

Aber um trotzdem am Faschingsmontag ein „Faschingsgebäck“ herzeigen zu können, habe ich aus einem Teil des Teiges so schöne Strauben gemacht, die gelingen auch mir, so sollen die zumindest in meiner Vorstellung ausstellen.
Strauben

Natürlich ist keine Marmelade in den dünnen Strauben versteckt, was meinen Mann dazu veranlasste zu bemerken: Gib im Schüsselchen halt Mamas Marillenmarmelade daneben dazu..ist dann ein Dip für die Strauben.
Und ich dachte immer mein Mann ist beim Essen nicht so kreativ, dabei hat der Ideen! Echt gut oder? Naja wie auch immer, es war alles aufgegessen am Ende des Backtages. Ich habe aber nur die Hälfte der Mengenangabe aus dem St. Martiner Kochbuch genommen und auch noch etwas abgeändert, weil sich ein ganzes Ei so schlecht teilen lässt.

Und so geht’s:

Zutaten für 5/6 Krapfen je nach Größe und Strauben vom Rest
300 g glattes Mehl
10 g frische Germ / Hefe
40 g Staubzucker
2 ganze Eier
20 g weiche Butter
125 ml lauwarme Milch
etwas selbstgemachter Vanillezucker
1 Essl. Rum..

Marillenmarmelade, am besten eine ganz feine, wenn man die nicht hat, vorher passieren.
Mehl für die Arbeitsfläche
1 l Öl oder frisches Schmalz, oder,..was immer ihr verwendet möchtet.
runde Ausstecher wenn man nicht mit der Hand formen kann so wie ich,..nicht dass die Krapfen dann runder werden..ggg

Germ und Butter in der lauwarmen Milch auflösen, dann mit den anderen Zutaten vermischen und gut durchkneten, der Teig sollte nicht fest sein, je „weicher“ der Teig ist, umso fluffiger werden die Krapfen.
Mein Teig durfte den ganzen Vormittag in der Küche zubringen, hat ihm dort gut gefallen, er ist wunderbar aufgegangen. In meiner KÜche ist übrigens keine Heizung, trotzdem hat das meinen Germteigen immer gut gefallen da. Ob das auch so ein Ammenmärchen ist mit der Wärme für den Hefeteig? Schließlich geht der Teig ja auch im Kühlschrank wunderbar auf, wenn man erst am nächsten Tag backen möchte.

Dann kommts. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2 cm dick ausrollen oder auch Kugeln formen. Ich habe ausgereollt und auf die Hälfte des Teiges Marillenmarmeladehäufchen gesetzt, den Restteig drübergeschlagen und mit dem großen runden Ausstecher Kreise ausgestochen. Ja und ich schaffe es trotzdem, dass die am Weg zum heißen Fett unrund werden.
Das Fett sollte in einer großen Pfanne oder Reindl sehr hoch erhitzt werden, und ganz wichtig, die Krapfen müssen schwimmen, noch viel mehr als ein Schnitzel das bei mir tun muss. Meine Pfanne war perfekt, dass genau ein ganzer Liter Sonnenblumenöl hineingepasst hat.

Erst auf einer, dann auf der zweiten Seite rausbacken, bis die Farbe passt und Ihr meint der Teig ist durch..das geht recht rasch, auch weil der Teig relativ weich ist. Ich hab die Krapfen sicher so 2-3 Minuten auf jeder Seite gebacken.

Den restlichen Teig ca. 1 cm dick ausrollen und mit einem Teigradel in schmale Streifen schneiden und diese ebenfalls im heißen Fett frittieren.

Krapfen und Strauben anzuckern und essen. Am besten schmeckts uns wenn wir es noch so lauwarm verzehren, am nächsten Tag mögen wir sie gar nicht mehr, da würde ich eher wieder frische backen, geht ja schnell!

Und nun wünsche ich Euch, falls Ihr feiert, einen lustigen Faschingsmontag, einen noch lustigeren Faschingsdienstag und einen Aschermittwoch ohne Kopfweh.