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Strudel habe ich schon länger nicht mehr gemacht.

Ein paar Marillen, Pfirsiche (beides aus der Wachau) und Zwetschken, die letzten vom ersten eigenen Baum (die nächsten dauern noch, die sind noch knallgrün tztz), lagen noch dekorativ in der Obstschale und forderten mich auf, sie gemeinsam in einen Strudelteig zu füllen.

Wer kann bitte so buntem Obst einen Wunsch abschlagen? Ich nicht, und ein Glück das mich der Kater an diesem Tag um 6 aus dem Bett holte, trotzdem ich frei hatte, so konnte ich noch im Kühlen backen.

Selbstgemachter Strudelteig mit einer Fülle aus Marillen (Aprikosen), Pfirsichen und Zwetschken – ohne extra Zuckerzugabe in der Füllung

Zutaten für den Strudelteig
200 g Mehl
100 ml lauwarmes Wasser
40 g geschmacksneutrales Pflanzenöl
1 Prise Salz

Diese Zutaten per Hand zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Das ist in ein paar Minuten erledigt, kein Grund also den Mixer oder eine Küchenmaschine anzuwerfen.
Den Teig dann abdecken und eine viertel bis halbe Stunde ruhen lassen.

für die Füllung habe ich insgesamt
1 kg Marillen, Pfirsiche und Zwetschken entkernt
200 g Butter erweicht, die Hälfte davon zur Seite stellen zum Bestreichen,
ein paar Esslöffel Semmelbrösel mit der restlichen weichen Butter und einer Prise Zimt angeröstet.

Nun geht’s ans Teig ausziehen.
Für mich habe ich in der letzten Zeit den Teig immer halbiert, weil ich mir mitn Ausziehen leichter tue bei kleineren Mengen und ich habe dadurch halt zwei Strudel, kleinere, aber im Grunde ist das Geschmackssache wie man das angeht.

Ein großes sauberes Tuch, ich koche das immer aus, im Topf am Herd, damit ich keine Waschmittelrückstände drinnen habe, weil ich dieses Tuch auch zum Auspressen von zb. Trauben bei der Saftherstellung verwende, mit reichlich Mehl bestäuben.
Den halben Teig zu einer Kugel formen, auf das Tuch legen und mit dem Teigroller ausrollen.
Danach mit den Händen gaaaaaaaanz dünn ausziehen, so dass man eine Zeitung die darunter liegt lesen könnte. Ihr wisst was ich meine?

Auf diesen Teig habe ich dann vorsichtig die Hälfte der Zimtbrösel gegeben, und die Hälfte der Obstmenge, danach einrollen und mit dem Tuch auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech rollen lassen.
Ebenso mit der zweiten Teighälfte verfahren.

Vorsichtig mit der zerlassenen Butter einstreichen, aber nicht die ganze Butter verwenden, während des Backens kann man auch noch hin und wieder mit einem Silikonpinsel mit Butter bestreichen.

Gebacken wird das bei 180° Ober/Unterhitze ca. 1 h, da kommt es wieder sehr auf den Ofen an.

Ich habe absichtlich keinen Zucker zum Obst gegeben, weil die Früchte alle sehr reif und zuckersüß waren. ES reicht da völlig, wenn man den fertigen Strudel anzuckert.

Hat man nicht so reifes Obst, dann schadet es sicher nicht ein paar Löffelchen Kristallzucker zu verwenden.

Das schmeckt echt gut, obwohl mein Favorit immer noch Apfelstrudel ist, aber nur wenn ich Äpfel frisch vom Baum habe. Und Topfenstrudel und da fällt mir ein, dass ich den ewig nicht gemacht habe, weil den wieder nur ich hier esse,..aber den mache ich jetzt mal demnächst.

Ich wünsch Euch einen entspannten Sonntag!

Pfirsich Marillen Zwetschkenstrudel