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Heidelbeer Nocken

Man nehme landschaftlich reizvolle Biosphären Parks, angesiedelt in Österreich natürlich, dazu einen Autor, eine Köchin die unter anderem Kochbücher für die österreichischen Berufsschulen empfiehlt und schreibt und einen Top Fotografen.
Man erhält ein wirklich, wirklich tolles Kochbuch.
Günter Köck, Lois Lammerhuber und Martha Umhack sind verantwortlich dafür, dass ich dieses Kochbuch wirklich als eines der schönsten die ich dieses Jahr „gelesen“ habe, bezeichnen möchte.

Die Biosphärenparks Grosses Walsertal, Gurgler Kamm, Gossenköllesee, Lungau/Nockberge, Wienerwald, Lobau und Neusiedlersee werden in diesem Buch vorgestellt.
Was ist denn nun ein Biosphärenpark?
Im Buch steht folgende Definition:
,..sind Gebiete, die im Rahmen des UNESCO Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ als Modellregionen für nachhaltiges Leben, Wirtschaften und Forschen ausgezeichnet werden. Die Einzigartigkeit jedes Biosphärenparks ist geprägt durch die Vielfalt von Natur, Kultur und Bewirtschaftung.
Und ich habe ja das Glück in so einem Gebiet zu leben.

Zu jedem Park gibt’s auch ein Rezept und vor allem wirklich schöne Bilder, die sofort Lust machen zu verreisen, noch bevor man zu Kochen beginnt. Ihr versteht?
Ich wusste diese Rezension soll Mitte Juni erscheinen, so lange konnte ich aber gar nicht warten, mich haben ein paar Rezepte so angelacht, dass ich sie schon vor unserer Abreise nachgekocht, bzw. gebacken habe, zwei davon habe ich heute mitgebracht.
Alle Texte zu den Parks sowie auch die Rezepte sind sowohl in deutsch als auch in englisch.

Ich habe ein Bauernbrot aus dem Biosphärenpark Gossenköllensee sowie Heidelbeernocken, die ich allerdings etwas abgewandelt habe (eine Krankheit von mir), ebenfalls aus genanntem Park, mitgebracht
Es sind noch einige Rezepte im Buch die ich auf jeden Fall ausprobieren werde, für einige ist jetzt aber nicht die richtige Zeit.

Nun aber zu den Rezepten.
Es sind alle, wirklich alle machbar für jedermann, es könnte allenfalls an einigen typischen Zutaten aus den Parks scheitern.
Aber jeder der kocht, ist ja auch kreativ.

Bauernbrot
Dieses Brot wird zu Hirschschinken serviert, diesen hatte ich leider nicht zur Verfügung. Was dem Brot und uns nix ausgemacht hat, trotz der Einfachheit des Rezepts schmeckts nämlich köstlich.

Zutaten:
700 g Roggenmehl
2 Teelöffel Salz
Je ein Essl. Anis ganz, Fenchel ganz, Koriander ganz
(ich habe jeweils gemörsert)
1 1/2 Packungen Hefe (frisch oder trocken)
ich habe eine ganze Packung frische Germ verwendet
600 ml lauwarme Flüssigkeit, (Joghurt oder Buttermilch, hier Buttermilch)

Aus den Zutaten einen weichen Hefeteig kneten. An einem warmen Ort mit einem Tuch zugedeckt stehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat (Anm. hier durfte er den ganzen Tag stehen, und wurde am Abend gebacken). Danach den Teig zu einem Laib oder Wecken formen, dabei nicht mehr durchkneten, oder in eine Kastenform füllen und nochmals gehen lassen (hier eine halbe Stunde). In den auf 200° vorgeheizte Backofen geben, die Backrohrwände mit Wasser besprühen und 40 Minuten backen. Auf die Unterseite des Brotes klopfen, wenn sich das Geräusch hohl anhört, ist das Brot fertig.
Ich habe mein Backrohr nicht eingesprüht, aus dem einfachen Grund weil ich ja ein Dampffunktion in meinem AEG Multibackofen habe.
Was gibt’s zu sagen?
Ein Teig ausschließlich aus Roggenmehl ist immer sehr klebrig, da ich das aber schon vorher wusste war die Verarbeitung kein Problem. Ich habe das Brot daher auch in eine Form gepackt und nicht einen einzelnen Laib gebacken.
Es hat köstlich geschmeckt, durch die vielen Brotgewürze drinnen.
Bauernbrot

Weiter geht’s mit einer kleinen Köstlichkeit, die uns alle entzückt hat.
Heidelbeernocken
Ich habe in meinem Tiefkühler Heidelbeeren, Himbeeren und Ribisel aus teilweise eigener Ernte gehabt und daher diese Mischung verwendet.
Zutaten:
1 l Heidelbeeren
300 g Mehl, glatt
3 ganze Eier
300 ml Milch
Salz, Butter, Staubzucker

Mehl, Milch, Eier und Salz zu einem Palatschinkenteig verrühren. Die Früchte untermischen. Das Verhältnis Teig und Früchte sollte so sein, dass der Teig die Früchte gerade gut zusammenhält. In einer Pfanne Butter erhitzen, kleine Teighäufchen hineinsetzen (bei mir wars ein bissl flüssiger und meine Häufchen wurden daher größer als Nocken), auf beiden Seiten langsam hellbraun backen. Mit Staubzucker bestreut servieren. Alternativ können auch ganze Palatschinken gebacken werden. Wenn einige Beeren im Teig zerdrückt werden, färben sich die Nocken violett, was vor allem die Kinder erfreut.
Gebackene Heidelbeer Nocken
Einfach nur köstlich hat das geschmeckt. Wird’s sicher so oder in ähnlicher Form wieder geben hier.

Auch alle anderen Rezeptvorschläge sind in dieser Art, wirklich ein Kochbuch dass man von vorne bis hinten nachkochen möchte.

Jetzt wartet ihr sicher schon gespannt auf die Überraschung?
Ich lasse euch nicht länger im Unklaren.
Dieses Kochbuch habe ich urspürnglich nicht vom Verlag bekommen, sondern von einer lieben Facebook Freundin die beim Biosphärenpark Wienerwald für Regionalentwicklung und nachhaltige Landwirtschaft zuständig ist, Mag. Ines Lemberger, ein Dank an dieser Stelle an sie dafür und für noch viele weitere Informationen die sie mir zugeschickt hat.
Auf meine Anfrage ob das mit dem Verlag eh klar geht, wenn ich hier im Blog einfach Rezepte veröffentliche, hat mir Ines dankenswerter Weise den Kontakt zum Autor Günter Köck hergestellt.

Und jetzt kommts, unter allen Kommentatoren zu diesem Post, darf ich ein von den Machern des Kochbuchs der Österreichischen Biosphärenparks signiertes Exemplar verlosen!

Also los geht’s, kommentieren, ich werde meinen Mann dann als Glücksengel einsetzen, oder eine meiner Töchter oder einer der Kater darf in ein Körbchen pfoteln. Bestechung hilft nix, ich sags gleich!

Kommentare bis einschließlich 30. Juni 2015 00.00 Uhr werde ich berücksichtigen.**

Von mir gibt’s auf alle Fälle eine Empfehlung für dieses auch für Naturfreunde interessante Kochbuch. Schließlich hat es nicht nur mir gefallen, sondern hat auch den Gourmand World Cookbook Award 2011 erhalten. Wenn das keine Empfehlung ist?

Vielfalt Geniessen
(Bildquelle)

Erhältlich ist das Buch im Verlag Edition Lammerhuber und im Buchhandel.
Günter Köck, Martha Umhack
Fotografie: Lois Lammerhuber
21 x 29,7 cm, 96 Seiten, 78 Fotos
Deutsch/Englisch
Hardcover gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-901753-32-9, Oktober 2011
Kostenpunkt: Euro 24,00

Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende!

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Der Glückliche, der gezogen wird, schickt mir bitte an die im Impressum angegebene Email Adresse seinen genauen Namen und die Adresse, wo das Buch hingeschickt werden soll. Da Urlaubszeit ist, bitte ich dies bis zum 31. Juli zu tun.
Der Gewinn kann nicht in bar abgelöst werden, Das Buch wird ausschließlich innerhalb von Deutschland, Österreich und Italien versandt. Der Ausgeloste erklärt sich einverstanden dass ich die Adresse und den Namen an den Verlag weiterleite.