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Die letzte Woche vor Urlaubsbeginn hat begonnen, schön langsam merke ich die Zeit läuft uns davon, es ist noch soviel zu erledigen und vorzubereiten und diese Woche arbeite ich auch mehr als sonst, deshalb kommt heute, bevor mein Blog hier in eine Urlaubs Pause gehen wird, die monatliche Kochbuch Rezension.

Dieses Buch habe ich bei Reni gewonnen, als sie einen Rezeptewettbewerb mit Wildkräutern veranstaltet hat.

Bayrische Tapas klingt ja schon gut, mit Feuereifer habe ich mich in dieses Büchlein gestürzt, das von Tanja Timme und Florian Lechner im Verlag blv herausgegeben wurde.

Ich sags gleich, wenn zwei Köche ein Kochbuch schreiben und ich finde in einem Rezept: Bratensauce, Fertigprodukt in der Zutatenliste, dann lege ich dieses Buch wieder weg und schaue mir andere an. Kartoffelflocken war das zweite, weitere Zutatenlisten habe ich mir dann nur noch angesehen, wenn mir das Gericht zugesagt hat.

Ich habe mehrere Rezepte gefunden, die mir dann doch gefallen hätten, nachgekocht habe ich nur eines, und leider kann ich Euch das Rezept nicht mal im Wortlaut aufschreiben, weil ich vom Verlag keine Rückmeldung auf meine Anfrage bekommen habe, ob das ok ist, wenn ich Rezepte nachkoche und ein Foto vom Buch zeige.

Das Kochbuch beginnt mit einem Vorwort, danach vier Kategorien:
Kalt und pikant
warm und herzhaft
Süß und verführerisch
Tapas-Menüs

Es folgt dann ein bayrisch-hochdeutsches Wörterbuch, Wissenswertes, ein Rezepteverzeichnis und ein kurzer Beitrag über die Autoren.
Und das ist das was mich wundert, wieso brauchen so tolle Köche ein Bratensoßen Fertigprodukt, Tk Strudelblätter, usw? Verstehts wer?

Die Aufmachung an sich ist recht hübsch, die Bilder sind wirklich gut, alles schön bunt.
Keine Lesebändchen drinnen, aber das bin ich ja auch schon gewöhnt.
Die Rezepte erfordern kein besonderes Können, das scheint mir auch für ungeübte Köche machbar zu sein.

Aber kommen wir zum Rezept das ich nachgekocht habe.

Kartoffelsuppe mit Liebstöcklpesto

Erdäpfelsuppe mit Liebstöckl Pesto
Rezept für 4 Personen
800 g mehlige Erdäpfel
1 Karotte
2 Gemüsezwiebeln
50 g Butter
Salz
20 g Zucker
200 ml Weißwein
1 l Brühe oder Fond (hier Gemüsefond)
1 Lorbeerblatt
1/2 Knoblauchzehe (hier eine ganze)
ganzer oder gemahlener Kümmel, Liebstöckl, Macis oder Muskat, weißer Pfeffer
200 ml Sahne

Kartoffeln und Karotte schälen und würfeln, die Zwiebel ebenfalls schälen und in grobe Würfelchen schneiden.
In der Butter, der eine Prise Salz und Zucker beigefügt wurde, die Zwiebelwürfelchen anschwitzen. Der Zucker verhindert dass die Suppe leicht bräunlich wird, verrät die Rezeptangabe. Jetzt die Kartoffel-und Karottenstückchen hinzufügen und 5 Minuten mit anschwitzen. Das Gemüse darf keine Farbe bekommen.

Das Gemüse mit dem Weißwein ablöschen, und komplett einkochen lassen. Mit dem Fond auffüllen, Lorbeerblatt dazugeben und ziehen lassen. Nicht kochen!

Nach ca.25 Minuten die Suppe mit dem Pürierstab pürieren, dann je nach Geschmack Gewürze und Kräuter zugeben.
Nach 5 Minuten weiterem Ziehen kann man die Suppe mit dem Obers vermischen, nochmal kurz aufkochen lassen, abschmecken und durch ein feines Sieb passieren und auskühlen lassen.
Ich habe sie nicht auskühlen lassen, da wir sie lieber heiß essen wollten.

Das Liebstöckl- auch Maggikrautpesto geht so:
60 g Liebstöckl
40 g Petersilie
100 ml Olivenöl
1 Tl Pinienkerne (hier Mandeln)
10 g Parmesan
1/2 Knoblauchzehe (hier eine ganze)
etwas Meersalz
Alle Zutaten im Mixer zu einer cremigen Sauce verarbeiten.

Suppe gemeinsam mit dem Pesto servieren.
Erdäpfelsuppe mit Liebstöckl Pesto

Es hat toll geschmeckt, durch die Petersilzugabe schmeckt man nicht nur den Liebstöckl, sondern es ist ein würziges, feines Pesto.

Es gibt sicher noch andere nette Rezepte in diesem Buch, das eine oder andere werde ich noch nachmachen. Zum Beispiel, Fleischpflanzerl im Laugensemmelmantel, Kartoffelpaunzen oder auch eine Bayrisch Creme vom Löwenzahn.
Zu kaufen gibt es dieses Buch bei Amazon, einfach den Titel eingeben und schon kann man Bayrische Tapas um für mich für dieses Buch zu teure 14.99 erstehen. Ich nehme an auch der Verlag bietet dieses Buch an.

Würde ich es kaufen?
Nein, wahrscheinlich nicht, verschenken auch nicht, wie schaut das aus wenn ich ein Buch verschenke das Fertigbratensauce empfiehlt für ein Rezept, nicht gut finde ich.

Wen das alles nicht schreckt, man kann ja alles trotzdem Selbermachen, was da an Fertigprodukten in den Zutatenlisten ist, der ist mit dem Buch sicher glücklich zu machen.

Wie immer, diese Rezension basiert auf meiner ganz persönlichen Meinung, kein Konkurrenz Verlag hat mir was bezahlt ;-))

Für nächsten Monat kann ich euch eine ganz, ganz tolle Kochbuch Rezension bieten, eines der schönsten Kochbücher das ich in der letzten Zeit gesehen habe, UND ich werde ein Exemplar davon, handsigniert von den Autoren, an Euch verlosen dürfen. Ihr dürft gespannt sein.

Euch wünsche ich einen wunderschönen Montag und hoffentlich eine ruhigere Woche als ich sie haben werde.