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Mein allerliebster Wildpflanzenblog macht leider grad Pause, ich hoffe, die Reni findet bald wieder Zeit dass sie bloggt.

Ich mach keine Pause (noch nicht, aber bald hehe) und deshalb muss ich die wilden (UN)Kräuter aus meinem Garten verwerten.

Löwenzahnhonig wollte ich schon seit Jahren machen, immer wieder hab ich es verschoben, und nie gemacht.
Dafür dieses Jahr, und vor lauter Freude habe ich gleich eine falsche Produktions Jahreszahl aufs Schildchen geschrieben. Natürlich sind beide Rezepte ganz frisch und neu gemacht und verbloggt.

Rezepte für Löwenzahnhonig gibt’s zu Hauf, allen gemeinsam ist, dass relativ viel Zucker dazu kommt. Was aber egal ist, echter Bienenhonig ist auch mit genug Zuckerarten gesegnet.

Der Spitzwegerich Sirup soll gut sein bei Husten, und meine große Tochter verweigert ja so gut wie jede Medizin, so dass ich auf die Idee kam, diesen Sirup herzustellen.
Meine Rezepte sind ein Mischmasch aus verschiedenen gefundenen Rezepten, 50 Quellen hier anzugeben würde den Rahmen sprengen, wo ich eh doch alles umgeändert habe.

Rezepte aus dem wilden Garten:
Löwenzahnhonig und Spitzwegerichsirup

Löwenzahnhonig
150 g frisch geerntete Löwenzahnblüten
1000 ml Wasser
750 g Zucker
1 Handvoll Gundermann Blüten
Saft und Abrieb von drei Biozitronen

Die Löwenzahn- und Gundermann Blüten über Nacht im Wasser ziehen lassen.
Am nächsten Tag den ganzen Inhalt plus den Saft und die Schale der Bio Zitronen zum Kochen bringen, nur ganz, ganz kurz einmal aufkochen, den Herd wieder ausschalten und alles abkühlen lassen.
Danach werden die Blüten durch ein feines Haarsieb abgeseiht.
Jetzt den Zucker hinzufügen und bei kleinster Flamme den Honig einkochen lassen. Wie lange hängt von euch selbst ab, je länger ihr ihn leise simmern lasst, desto dickflüssiger und honigähnlicher von der Konsistenz wird er.
Meiner durfte 3 h köcheln, da ist er noch nicht all zu dicklich, lässt sich gerade mal aufs Brot streichen,

Löwenzahnhonigbrot

aber hauptsächlich hab ich ihn für meine Tochter gemacht, die möchte ihn zum Süßen ihres Tees verwenden, da braucht er nicht richtig zähflüssig zu sein.
In heiß ausgespülte Gläser mit Schraubverschluss füllen.

Schmecken tut das allerköstlichst, ich habe nicht all zu viel Zucker verwendet und mehr Zitronensaft, so schmeckt das nicht nur picksüß sondern man hat echt das Gefühl Honig zu essen,..vielleicht ein bissl einer mit Zitronenarmoma. Durch das lange Köcheln muss man dennoch keine Angst haben, dass da was schimmelt.

Spitzwegerichsirup
50 g frisch geernteten Spitzwegerich
500 ml Wasser
200 g Salbei-Honig
Saft einer halben Bio Zitrone

Den Spitzwegerich mit dem Wasser übergießen und auf dem Herd kurz überkochen.
Den Topf über Nacht stehen lassen.
Am nächsten Tag den Spitzwegerich abseihen, den Sud kurz aufkochen, danach abkühlen lassen und den Honig und den Zitronensaft hinzufügen.
Jetzt eine halbe Stunde auf dem Herd belassen bei kleinster Einstellung, aber den Sirup nicht mehr zum Kochen bringen, da sonst die Wirkstoffe des Honigs verloren gehen würden.
Das war übrigens mein letzter Honig aus Kroatien, ich liebe diesen Salbeihonig von da, den ich immer direkt bei den Bauern kaufe,..man könnte ihn so löffeln, gut das ich bald wieder in der Nähe bin und mich wieder eindecken kann.

Diesen Sirup in gut verschließbare Flaschen füllen und im Kühlschrank lagern. Wie oben erwähnt, soll das gut gegen Husten sein, und wenn nicht, es schmeckt gar nicht mal so schlecht ;-).
Löwenzahnhonig und Spitzwegerich Sirup

Was macht ihr denn so mit Wildkräutern? Ich werde sicher noch was mit den Hollerblüten machen (Sirup!!) und dann schau ich mal was mir sonst noch so unterkommt.

Der Jürgen hat übrigens vor ziemlich genau zwei Jahren hier als Gastbeitrag ebenfalls einen ähnlichen Honig bzw. Sirup vorgestellt, könnt ihr euch noch erinnern?