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Immer noch in Montenegro, Sveti Stefan wohnend, sind wir am zweiten Tag frohgemut Richtung Njegusi aufgebrochen. Dorthin wollte mein lieber Ehemann, erstens weil es in den Bergen liegt und zweitens weil es dort den angeblich besten Schinken des Landes gibt.
Die erste Hürde hatten wir so ca. 10 km nach Budva schon in leicht erhöhter Gegend zu überwinden. Es tat sich Nebel auf, aber solcher wo man echt nix mehr sah, keine 2 Meter schätze ich mal. Wir sind fürs erste dennoch weitergefahren, haben uns aber dann entschlossen umzudrehen, die Straßenverhältnisse sind dort in etwa so: ( Die Fotos sind alle vom Nachmittag wo wir dann doch noch nach Njegusi konnten, da der Nebel sich gsd verzog)

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So sah der Himmel teilweise aus, dieses Foto ist aber nicht von Njegusi 😉

Außerdem wollte er noch irgendein Mausoleum nochmal höher am Berg ansehen, das haben wir aber dann nicht gemacht, weil das Wetter später dann wieder bedrohlicher wurde, und wir nicht diese Straße im Nebel wieder runterfahren wollten.

Zum Schinken: DER ist wirklich gut, wir habe dort in einem Lokal eine Portion bestellt und gegessen und waren begeistert.
Wer denkt dass das Fleisch für diesen SChinken auch zur Gänze aus diesem Gebiet, bzw. überhaupt aus Montenegro kommt, der irrt.
Auf eine diesbezügliche Frage erfuhren wir dass das Fleisch aus allen Teilen der Welt, sowie auch aus der Umgebung käme und nur hier geräuchert wird…Schade ich hatte mir so schön vorgestellt dass die Schweinderl die wir dort sahen, auch wirklich hierher auf die Teller finden,..könnte ja sein, aber gewiss ist es nicht.
Jedenfalls in dem Ort, der wirklich sehr klein ist, gibt’s in jedem Haus Schinkenverkauf, Honigverkauf, Käseverkauf.
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Njegusi, Schinkenplatte

Ein nettes Örtchen und wäre das Wetter nicht gewesen, wären wir länger geblieben.

Davor, um dem Nebel zu entgehen haben wir der südlichst gelegensten Stadt Montenegros einen Besuch abgestattet, Ulcinj. Diese liegt ganz nahe an der albanischen Grenze. Es gibt dort einen wunderbaren STrand, aber das Wetter auch da hat mich nicht bis zum Strand gelockt gggggg,..wir waren Kaffee trinken, ich hab etwas eingekauft, der Mann halt alle Buchläden dieser Stadt aufgesucht und geschaut ob er was kaufen kann, was er auch versteht.
Hier hatte ich echt das Gefühl, die Zeit ist stehen geblieben. Sehr muslimisch, ich denke der Großteil der Bevölkerung ist dort muslimischer Herkunft, und ja Wiki bestätigte mir dies auch.
Eine eigenartige Stimmung, teilweise verfallene Häuser, daneben Luxus Schicki Micki Cafes,..also für mich schwer einzuordnen. Macht aber nix, der Espresso war gut und das zählt.
Hier sind ein paar Bilder noch:
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Erlebnis der anderen Art in Ulcinj:
Wir wollten ja Nachmittags nochmal den Versuch starten nach Njegusi zu kommen um an den köstlichen Schinken zu kommen (was ja auch gelang) und unser Plan war dass wir gleich ein Weißbrot mitnehmen, damit wir eventuell auch am Abend noch Schinken genießen konnten und Brot dazu hatten.
Ich in die Bäckerei, ohne Mann mit Geld.
Deutete auf Weißbrot, und versuchte zu erklären dass ich die Hälfte davon gerne hätte.
Gab sie mir nicht, sie schüttelte den Kopf.
Mein Mann kam, sprach in der Landessprache und kaufte dann das ganze Brot. Ich wunderte mich.
Dann wurde ich aufgeklärt:
Die Verkäuferin verkauft keine halben Brote, weil das ganze Brot eh nur 30!!!! Cent gekostet hat. (ihr erinnert euch, in Montenegro bezahlt man mit Euro).
30 Cent für ein Brot…die Bevölkerung ist dort wirklich sehr arm.

Am Rückweg sind wir noch ganz kurz (leider leider) in Bar stehengeblieben um das zu fotografieren:
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Ein wunderschönes Gebäude in Bar, das gerade, wie so vieles, renoviert wurde.
Diese goldenen Kuppeln strahlen weit übers Land und so haben wir sie auch fotografiert, wenn sie schon so einladend winken.

Das war der letzte Bericht aus Montenegro, die nächsten führen uns zurück nach Bosnien und ganz zum Schluss unserer Reise nach Kroatien.