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Die erste Station unserer Balkanreise führte uns durch Ungarn und halb Serbien in die serbische Hauptstadt Belgrad.

Die Fahrt dahin wäre schön gewesen, wenn nicht ab der Grenze Österreich/Ungarn Regenschauer eingesetzt hätten, die uns bis nach Belgrad verfolgten.
Eigentlich wollten wir nocham Sonntag nachmittag anfangen die Stadt zu erkunden, aber Wind und Regen, das war nicht das was wir wollten.

Ich werde euch zu jeder unserer Stationen auch die Unterkünfte posten, einfach weil wir mit allen zufrieden waren und ich die jederzeit weiterempfehlen möchte,..nur für die die wie wir nicht zwingend Luxus benötigen natürlich.
Ich habs ja schon erwähnt uns ist wichtig mit den Menschen im Reiseland in Kontakt zu kommen, und das geht viel besser wenn man Privatunterkünfte bucht und nicht in Hotels nächtigt. Aber da tickt ja eh jeder anders.
In Belgrad waren wir also in den Twin Appartements Belgrade.
Hinfinden war kein Problem, nur das Haus dann zu finden, das war eher nicht so einfach, aber da hat uns schon ein junger Mann lächelnd angewunken, der Besitzer Uros, hatte schon auf uns gewartet.
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Wir luden unser Gepäck aus und erfuhren dass wir hinter Uros nachfahren sollten, er bringt uns zum Parkplatz, dieser ist ca. 5 Gehminuten entfernt und kostenfrei. Im strömenden Regen hat er uns wieder zum Appartement gebracht, und mich dann nochmal gefahren weil ich Depp meine Geldbörse und auch gleich die Pässe im Auto vergessen hatte…da war ich noch gar nicht 50 tztz 😉

Der Innenhof ließ uns erschauern,..mir wurde ganz anders, aber als die Tür zu unserem kleinen Appartement geöffnet wurde, sah die Welt trotz diesen Regenwetters wieder sehr sonnig aus.

Perfekt gestylte Wohnung, eine Küche in der man Menüs kochen könnte, wenn man denn wollte, Stylischer Kühlschrank, Geschirrspüler, Waschmaschine und eine Tab Kaffeemaschine..
Im Schlaf/Wohnzimmer eine Ledercouch mit Bettenfunktion, Fußbodenheizung, Fernseher internetfähig, W-Lan, geschmackvolle indirekte Lichter,…und das hat der junge Mann alles selbst designet.
Wir bekamen die Schlüssel, ein lokales Handy, einen Stadtplan mit unserem Standort und dem des Appartements und die Information dass er morgens käme zu einer von uns gewünschten Zeit mit dem Frühstück!

Also ihr merkt, empfehlenswert! Für ein paar Tage die man in Belgrad verbringen möchte die perfekte Unterkunft. IN der Stadt ist man in ein paar Minuten, sowohl Alt-als auch Neustadt.

Nun endlich zu Belgrad!

Den Sonntag verbrachten wir ja im Appartement, aber Montag morgen schien die Sonne, es war zwar etwas kühl, aber durchaus perfekt für einen Tag in der Stadt.

Begeistert hat mich wie immer die Altstadt, und da ganz besonders die Festung Kalemegdan.
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Faszinierend durch die alten Gemäuer zu schlendern, es gibt auch ein Museum für Kriegsgeräte aber dreimal dürfte ihr raten, gerade am Montag hat dieses geschlossen.

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Da ist nochmal der Ausblick von der Burg aus auf den Treffpunkt von Donau und Save. Das blaue ist die Donau.

Ich muss gestehen wir haben den größten Teil des Tages da verbracht, es gab viel zu sehen, einen wunderschönen Park rundherum und die Sonne schien..Stress hatten wir keinen also blieben wir da länger als geplant.

Nicht auslassen sollte man die prächtige Einkaufsstraße Knez Mihailova
, wer nichts braucht findet dennoch etwas:
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Wir waren aber nicht auf Einkaufstour sondern haben uns in eins der unzählichen Straßencafés gesetzt und einen Espresso getrunken und eine Coca Cola. Und die Passanten beobachtet. Mein Mann hat seine Sprachkenntnisse am Kellner ausprobiert, und wir bekamen was wir bestellt haben grins.

Dann haben wir überlegt was wir machen und sind noch weiter in die neue Stadt gegangen, geschlendert, Gebäude angeguckt, im Folgenden zeige ich euch noch einige Bilder.
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Ein Briefkasten der noch älter ist als ich hehe, das musste festgehalten werden.

Meine Meinung zu dieser Stadt:
Sehenswert, besonders die Festung, aber auch die prächtigen Einkaufsstrassen, derer es mehrere gibt, die wir aber nicht besucht haben. Den Gemüsemarkt hab ich erst „gefunden“ als die schon zusammenpackten, ich denke der wäre auch toll gewesen.
Ein Tag Belgrad ist zu wenig. Mindestens einen zweiten hätte ich angehängt.
Restaurantbesuch haben wir keinen geplant und auch nicht gemacht, weil BUREK! Aus jeder der unzähligen Bäckereien duftet es köstlich raus von dem immer warm zu kaufendem Burek. Den gibt’s mit Käse oder mit Fleisch,..und wer den isst kann kein Abendessen mehr zu sich nehmen. Die Restaurantboote an der Donau sollen aber alle empfehlenswert sein. Beim nächsten mal dann halt.
Alle Menschen mit denen wir zu tun hatten, waren ausnahmslos freundlich, haben versucht mit meinem Mann zu kommunizieren, mich einzubeziehen ins Gespräch..ich hab oft nur einzelne Wörter verstanden. Niemand hat wie so oft in Kroatien abgewunken und auf deutsch oder englisch mit uns reden wollen. Gastfreundliche nette Menschen.
Leider sind auch in Belgrad nach unserer Abreise die Fluten geflossen, ich hoffe dennoch das dieses Drama bald vorbei ist und die Hilfsgüter die von überall her kommen, bald ihr Ziel erreichen.

Mein Highlight in Belgrad:
Mein Mann und ich sitzen auf einer Bank im Park und lassen den Tag Revue passieren.
Plötzlich spricht uns ein älterer Mann an, in serbokroatisch.
Alle stottern, somit war klar, das ist kein Serbe.
War er auch nicht, er war ein Österreicher 😉
Und er meinte: Ich habe sie so angesprochen weil sie wie ein echter Serbe aussehen..zu meinem Mann ggggg.

Die Geschichte des Paares ist auch kurios:
Sie haben so eine Donaufahrt gemacht, aber am Tag davor ist ihr Schiff mit einem anderen kollidiert, sie würden erst am Abend erfahren wie es weitergehen sollte. Ich hoffe für die beiden älteren Herrschaften dass die Reise dann komplikationslos weiterging.

Das wars von unserem Belgrad Besuch, ganz sicher ein unvollständiger Bericht, aber ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in Stimmung und Stadt geben.