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Heute geht es in der Serie der österreichischen Mehlspeisen mit der Esterházytorte weiter.
Die Torte hat ihren Ursprung in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.
Wer die Torte genau erfand ist nicht überliefert. Sie soll nach dem Diplomaten Paul III. Anton Esterházy bzw. dem Esterházy-Stoffmuster benannt sein.

Die Torte besteht aus dünn gebackenen Mandel-Eiweiß-Böden die mit einer Haselnusscreme (manchmal auch nur Vanillecreme) zusammengesetzt werden. Sie wird mit Fondant glasiert in dem das typische Esterházy-Muster gezeichnet wird. Die Ränder werden mit gerösteten  Mandeln eingekleidet. Die Oberfläche kann noch zusätzlich mit kandierten Früchten (z.B. roten Belegkirschen) dekoriert werden.

Esterhazyschnitte

Für die Böden
150 g (ca. 5) Eiweiß *)
150 g Kristallzucker, fein
150 g feingeriebene Mandeln
Prise Salz

Eiweiß mit Salz und Zucker zu Schnee schlagen und die Mandeln untermischen.
Dünn (ca. 5 mm) auf gefettetes und bemehltes Backpapier (oder Silikonbackmatten) streichen (Für eine Torte 5 oder 6 runde Böden im gewünschten Durchmesser aufstreichen) und bei 200 °C Umluft od. 220 °C Ober- und Unterhitze ca. 10 Minuten hellbraun (bzw. auf Sicht) backen.
Die Masse reicht für 1 1/2 Backbleche.

*) Tipp: Da Eiweiß, Zucker und Mandeln zu gleichen Teilen verwendet  werden, empfiehlt es sich die Eiweiße abzuwiegen und dann entsprechend dem Gewicht des Eiweißes die anderen Zutaten abzuwiegen.

Esterzayschnitten füllen

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Für die Creme
300 ml Milch
30 g Maisstärke
40 g Kristallzucker
20 Vanillezucker
80 g Eigelb (bzw. alle Eigelbe die von den Böden übrig sind)
2 Blätter Gelatine
140 g Haselnusspaste *)
70 g Staubzucker
140 g Butter

*) Ersatzweise Haselnussmus aus dem Bio-Fachhandel. Haselnussnugat kann auch verwendet werden. Die Creme wird dann allerdings dunkler, da Nugat neben Zucker auch Kakaomasse enthält. Bei Verwendung von Nugat den Zucker reduzieren, da Haselnusspaste und Nussmus ungezuckert sind.

Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Zucker, Dotter, Stärke und 3 EL Milch in einer Schüssel schaumig rühren. Restliche Milch in einem Topf erhitzen und in die schaumige Eimasse rühren.
Alles wieder in den Topf zurück geben und aufkochen bis die Masse abbindet (= Pudding), kurz überkühlen lassen und die ausgedrückten Gelatine unterrühren.
Den Pudding abgedeckt erkalten lassen.
Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren und die Haselnusspaste dazu geben. Den Pudding nach und nach unterrühren.

Zusätzlich wird benötigt
Geröstete Mandelblättchen (Ich röste sie auf einem Blech im Backrohr)
Marillenmarmelade, passiert (Aprikosenmarmelade ohne Stückchen)
Fondant (Herstellung siehe hier), erwärmt und mit Wasser verdünnt
Kuvertüre, temperiert im Garnier-Stanitzel

Herstellung Esterhazyschnitten

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Aufbau der Schnitten
Die Böden in Bahnen schneiden und abwechselnd mit der Creme zu einer Schnitte stapeln.
Die Oberseite dünn mit aufgekochter Marillenmarmelade bestreichen. Mit warmem Fondant dünn glasieren und sofort der Länge nach dünne Linien ziehen. Eine Messerspitze oder einem Spieß abwechselnd von jeder Seite durch den noch weichen Fondant ziehen.
Den Rand mit gerösteten Mandeln bestreuen.
Die Schnitten im Kühlschrank für mehrere Stunden durchziehen lassen.

Mit einigen Änderungen übernommen aus „Wiener Süßspeisen“, Trauner-Verlag.