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Das heutige 22. Kalendertürchen gestaltet Charles, der auf seinem Blog Bowmoredarkest immer tolle Musik und Sonstige Anmerkungen zum Leben bloggt.

Diese Geschichte hat er mir geschickt!
Ich finde sie total rührend und bin beim Lesen schon dahingeschmolzen:

Coffee for Takeaway

Ich bin in der Hektik des ersten Adventsmontag nicht zum Zeitungskiosk gekommen. Bestimmt kann ich an dem einen Bahnhof halten und mir meine Morgenzeitung besorgen. Diese Bahnhofskioske haben alles auf Lager. Da ist so rasch nichts ausverkauft.

Ich habe mir rasch mein Blatt geschnappt, auf dem Weg zur Kasse fiel mir die andere Theke auf. Teilchen, belegte Brötchen, Butterbrezeln, American Sandwiches, heiße Bockwürste und Kaffee zum Mitnehmen. Keine schlechte Idee. Ein Kaffee im Auto, so während der Fahrt, die Bockwurst geht wohl nicht, schade. Den Kaffee? Das mache ich heute Morgen.

Nur kurz musste ich am Tresen warten. „Ich komme“, rief eine Frauenstimme.

Schwarze, hochgebundene Haare, schlanke Figur, braune Augen blickten mich an. Eine Sekunde lang, eine verdammt lange Sekunde schauten wir und in die Augen. Was muss ich heute da hinfahren, wo zu Hause noch nichts Endgültiges geklärt ist, schoss es mir durch den Kopf.

„Bitte?“, fragte sie endlich. Ich verlangte einen kleinen Kaffee zum Mitnehmen.
Am nächsten Morgen steuerte ich den Bahnhof wieder an. Durch den Nebeneingang von den Gleisen her konnte ich den Zeitungsbereich mit freiem Blick zur Kaffeetheke hin durchschreiten. Sie hatte wieder Dienst. Mit den Augenwinkeln muss sie mich kommen gesehen haben. Kurz drehte sie den Kopf zu mir nach rechts und sofort wieder nach vorne.


Ich bestellte meinen Kaffee und fragte, was das P. vor dem Nachnamen des Namensschildes bedeute. „Paula“, antwortete sie. „Ich heiße Charles.“ Ich orderte jeden Morgen meinen Kaffee, um einen Grund für Small Talk zu haben.

An einem Samstagmorgen im neuen Jahr servierte sie mir den Kaffee bei sich.

Danke Charles, es freut mich sehr dass du beim Adventkalender dabei bist.