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Einmal war ich diese Saison schon Gansl essen, in einem Lokal halt.

Unsere Töchter lieben Gänsebraten auch, aber beide sind am Wochenende andauernd am Arbeiten und so können sie da nicht mehr mitkommen zu solchen Anlässen.

Vor ein paar Tagen meinten sie dann ich könnte doch zu Hause eine Gans braten, aber dann wenn sie alle daheim sind!

Das war nun diese Woche der Fall und ich hab eine österreichische Gans kaufen können, eine Weidegans, ohne Mast, so stands geschrieben.
Bio war sie nicht, aber ich wollte auch nicht noch drei Läden anfahren…seufz. Wär mir in diesem Fall lieber gewesen.

Ich hatte also eine 4 kg Gans da liegen,..Die Innereien waren extra eingepackt, da hab ich aber noch welche extra dazu gekauft und damit eine Ganslsuppe gemacht:
Ganslsuppe
So sieht das aus, während das alles schön verköchelt.

So siehts fertig aus:
Gansleinmachsuppe

Das Rezept dazu:
ca. 500 Gänseklein
3 große Karotten
1/2 kleine frische Zellerknolle
1 kleine Zwiebel
1 gelbe Rübe
Kräutersalz,
ein paar Petersilstängel
2 l Wasser
5 Essl Gänseschmalz,4 Essl. Mehl

Gänseklein waschen und mit dem Suppengrün ins Wasser geben, erst einmal aufkochen lassen und dann auf kleinerer Flamme 2-3 h köcheln lassen.
Abseihen, Gemüse und Fleisch extra aufbewahren.

Hier wird die klassische Ganslsuppe „eingemacht“, was soviel heißt das wir eine Einbrenn aus Butter und Mehl ( in diesem Fall hab ich Ganslschmalz und Mehl verwendet) herstellen.

Gänseschmalz erzhitzen, das Mehl dazugeben und solange rühren bis eine milchkaffeebraune Einbrenne entsteht.
Diese dann sofort in die kalte Suppe einrühren (wenn die nicht kalt ist, klumpt das) und mit der Suppe aufkochen.
Bröselknödel könnte man auch reinmachen, aber die sind mir einmal sooo missglückt das ich die ganz sicher nicht mehr machen werde.
Das Gänsefleisch, Leber, was halt da war an Innereien zerkleinern und in die Suppe geben, ebenso das Gemüse (hier nur die Karotten)
Dafür kommt ganz viel frische gehackte Petersilie oben drauf.
Das war der erste Streich aus der Gans.

Der Zweite:
Ich hab die Gans von einigem Fett erleichtert bevor sie ins Backrohr durfte, dieses klein geschnitten und Schmalz ausgelassen, da rein hab ich dann als es schon abgekühlt war, klein geschnittenen Salbei dazugegeben.
Sieht dann so aus:
Ganslschmalz

Salbei-Gänseschmalz

Und nun zum Glanzstück, die Gans persönlich.

Die habe ich so zubereitet:
ca. 4 kg Gans
3 Esslöffel Kräutersalz
3 Esslöffel Majoran
viel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, alles vermischen und in und auf der Gans verteilen.

3 Äpfel geschält und entkernt, 1 Orange ebenfalls geschält im Bauch der Gans versteckt.

Die Gans auf das tiefe Backblech legen und bei 160° braten, mein AEG Multibackofen Rezeptheft sagt mir, Infrabraten wäre das richtige Programm um den Gänsebraten perfekt gelingen zu lassen.
AEG hat recht.

Ich hab das Tierchen ca. 3 h gebraten, einmal dazwischen umgedreht und wieder zurück und immer fleißig mit dem austretenden Saft/Fett begossen.
Außerdem immer wieder Fett weggenommen, ist unglaublich was so ein Gänschen für Fett Reserven hat.
Den Bratenfond habe ich mit ganz wenig Wasser vom Boden des Backbleches gelöst und dann zum Gansl dazu serviert.

Das Fett, dass ich vom Braten weggenommen habe, wird auch gegessen und zwar mit frischem Brot.

Als Beilagen hatten wir Rotkraut und Semmelknödel.

Gänschen, fertig gebraten

Gänsehaxerl, Rotkraut, Semmelknödel