Schlagwörter

, , , , , ,

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wann ich das letzte Mal Powidltascherl (oder Powidltaschkerl) zubereitet habe. Jetzt war es wieder an der Zeit die mit Powidl (Pflaumenmus) gefüllten Tascherl aus Erdäpfelteig auf den Tisch zu bringen, da nun mein selbst gemachtes Powidl aus Sinas Gartenzwetschken zum Einsatz kam.

Die Tascherln haben den Weg über das ehemalige Böhmen in die österreichische Mehlspeisküche gefunden.
In Österreich werden solcherart Süßspeisen – z.B. mit einer Gemüsesuppe vorweg – auch als Hauptspeise serviert.

Powidltascherl

Ich habe die Tascherln mit Zwetschkenröster serviert.

Für den Teig braucht ihr:
ca. 700 g mehlig kochende Erdäpfel (daraus werden ca. 500 g passierte Erdäpel)
150 g Mehl griffig (De.: Spätzlemehl bzw. Dunst, grob ausgemahlenes Mehl )
50 g Grieß
50 g Butter, geschmolzen
2 Dotter
kräftige Prise Salz

Ich verarbeite immer gut ausgedämpfte kalte Erdäpfel, da dem Teig weniger Bindemittel zugegeben werden muss.
Erdäpfel in der Schale weich kochen, abgießen, kurz am Herd ausdämpfen lassen, mit der Schale durch die Erdäpfelpresse drücken (Schale bleibt in der Presse zurück).
Damit die Erdäpfel noch Dampf abgeben können, auf einem Backblech flach ausbreiten und nicht abgedeckt abkühlen lassen.
Alternativ können die Erdäpfel in der Schale im Backrohr bei ca. 150 °C für ca. 1 Stunde gebacken werden.

500 g passierte Erdäpfel mit den Zutaten kurz zu einem Teig verkneten und im Kühlschrank ca. 1 Stunde rasten lassen damit Mehl und Grieß quellen können.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3-5 mm ausrollen, rund ausstechen (Größe je nachdem wie groß ihr die Tascherln möchtet, hier 7 cm), etwas Powidl in die Mitte setzten, den Rand mit etwas Eiweiß bestreichen, zusammenklappen und die Ränder gut verschließen.
Die Tascherl in kochendes, leicht gesalzenes Wasser, geben und nach dem Aufkochen ca. 5 Minuten ziehen lassen – nicht zudecken!
Aus dem Wasser heben, kurz abtropfen lassen, in Butterbrösel wälzen, anzuckern und genießen!

Powidltascherl füllen

Tipps und Varianten:
– Um die Teigkonsistenz zu prüfen, vor dem Füllen der Tascherln einen kleinen Probeknödel kochen. (zu fest -> etwas Butter zugeben; zu weich -> Mehl bzw. Grieß zugeben)
– Gleich etwas mehr zubereiten 😉 , die Tascherl können ungekocht sehr gut eingefroren werden.
– Die Tascherln mit gequetschten Mohn und Butter anstatt Brösel überziehen
– Powidl nach Belieben mit Sliwowitz, Rum, Zimt, Nelken usw. abschmecken
– Mit Marmelade nach Wunsch oder Haselnussnugat füllen

Powidltascherl mit Zwetschkenröster

Vorneweg hatten wir eine Kürbissuppe