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Die Tage werden kürzer und dunkler und somit hält die deftige Küche hier Einzug.
Nicht dass wir kein Gemüse und keine Salate mehr essen, aber Wurstknödel mit Rotkraut würd ich im Sommer ja nieee machen:-)

Beim letzten Einkauf hat mich außer einem Weißkrautkopf auch noch ein wunderschöner Roter angelacht.
Wir lieben ja Kraut in allen Variationen, Rotkraut allerdings nicht als Salat oder für einen Strudel, aber als Beilage zu Ente, oder einfach nur Knödeln, schmeckt das wunderbar.

Und so geht’s:

1 kg Kopf Rotkraut (war dann ca. 800 fein gehobeltes Kraut)
2 Zwiebel
4 kleine säuerliche Äpfel, gewürfelt
2 Esslöffel Quittenmarmelade (schmeckt auch mit Orangenmarmelade gut oder man verwendet nur den Saft und die Schale einer Bio Orange)
1/4 l Rotwein (Merlot), Salz, Pfeffer, Pflanzenöl

Die gewürfelten Zwiebel im Pflanzenöl andünsten, das fein gehobelte Rotkraut dazugeben und auf kleiner Flamme 20 Minuten dünsten, dann alle anderen Zutaten dazugeben, mit dem Rotwein aufgießen und weich dünsten.
Zum Schluß nochmal abschmecken, bis einem der Geschmack gefällt.

Maroni kann man auch dazugeben, die würde ich dann glacieren und ganz zum Schluss vorsichtig unterheben.

Schmeckt wirklich köstlich und der Aufwand hält sich in Grenzen.
Quitten-Rotkraut mit Apfel

Für die Wurstknödelfülle:
300 g pikante Wurst (Dürre, Braunschweiger, oder ähnlich, weniger gut passt Salami)
2 kleine Zwiebel
3 Knoblauchzehen, Pfeffer, etwas Pflanzenöl
frische Petersilie
Salz braucht man nicht, wenn die Wurst würzig genug ist, einfach verkosten.

Die Zwiebel und Knobi in grobe Würfel schneiden im Pflanzenöl anbraten, kleingewürfelte Wurst dazu, nochmal durchrösten, Herd abdrehen, Petersilie dazu und auskühlen lassen.
Ist die Fülle zu warm, halten die Knödel nicht.

Erdäpfelteig:
1,2 kg in der Schale gekochte Kartoffeln, noch warm durch die Erdäpfelpresse gedrückt (die 1.2 kg waren durchgedrückt gewogen)
Salz, weißer Pfeffer, etwas Muskatnuss, frisch gerieben
70 g erweichte Butter
2 Eidotter
100 g Gries (hier im schlampaden Haushalt gabs nur Maisgries, der tuts aber auch)
ca. 200 griffiges Mehl
Mehl kann ev. etwas mehr oder weniger von Nöten sein, je nach Erdäpfelsorte, ich hatte rotschalige Laura aus dem Weinviertel.

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und 10 Minuten rasten lassen.
den Teig zu einer Rolle formen, in zwölf gleich große Stücke schneiden + 1 kleines Stückchen für einen Probeknödel.

Den Probeknödel erst mal kochen:-)

Dann die restlichen Teigstücke flachdrücken, die Fülle drauf verteilen und zu Knödeln formen.

ca. 20 Minuten köcheln lassen, eher ziehen als kochen, sonst könnte passieren dass die Dinger aufgehen, was mir mit einem passiert ist,…grummel

Wurstknödel mit Rotkraut
Ich hab meinem aufgeschnittenen Knödel noch den Rest der Fülle geschenkt, ich hatte zuwenig in die Knödel getan oder zuviel Fülle, oder so halt.

Sollten Knödel übrig bleiben, kann man die einfrieren und dann im Dampf erwärmen und essen.