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Für den Brijuni Nationalpark haben wir uns einen ganzen Tag reserviert.

Über die lange und vielfältige Geschichte gäbe es tagelang zu schreiben, ich kann das aber nicht so gut wie Wikipedia, deshalb, wer interessiert ist, bitte diesen Link anklicken. Wiki hat das sehr, sehr schön zusammengefasst, so gut könnte ich das nie und nimmer.

Aber nun nach Birjuni.

Von Fazana aus fährt ein Schiff rüber zu den Inseln, besser gesagt zu der Hauptinsel, der großen Brijun.
Wir haben mit der Überfahrt auch ein dreistündiges Paket inkl. Reiseleitung gebucht.
Was eine gute Entscheidung war, unsere Reiseleiterin, Bonita (welch ein Name grins), war ein wandelndes Lexikon. Da unsere deutschsprachige Gruppe aus überschaubaren 10 Personen bestand, konnte Bonita all unsere Extra Fragen auch beantworten.

Was mir auffiel: Tito gilt gemeinhin als herrischer Tyrann, hörte man aber Benita genau zu, klang das ganz, ganz anders, leise Heldenverehrung klang da durch, Nachtrauern an Tito’s Zeit, Melancholie.
Ich weiß jetzt also nicht ob das daran lag, dass ziemlich rasch nach Titos Tod der Krieg am Balkan immer drohender wurde und dann auch ausbrach, oder ob die Zeit vor dem Krieg mit Titos Herrschaft wirklich so toll war.
Ich kanns nicht sagen, ich kenne das Ex-Jugoslawien erst seit es in seine einzelnen Länder zerteilt wurde und nicht mehr kommunistisch von Tito mit eiserner Hand regiert wird.
Auf jeden Fall gibt es ein Tito Museum zu besichtigen, das wirklich sehr interessant war. Auf den Inseln wurde echt Geschichte geschrieben.

Tito hatte auf den Inseln sein Sommerrefugium, erhielt aber auch hier sehr viel Staatsbesuch und auch Freunde aus aller Welt, sowie Prominenz aus Kunst und Kultur gaben sich hier wohl die Türe in die Hand.
Was man beim Durchschreiten des Tito Museums auf den Inseln sehr gut sehen kann.
Auch wurden hier das Abkommen für die Blockfreien Staaten unterschrieben.

Fantastisch ist die Flora und Fauna auf Brijuni. Lenka, eine Elefantin lebt hier, ihr „Freund“ Sony starb wohl vor ein paar Jahren (ich glaube 2010 gehört zu haben).
Viele Tiere die hier im Park gelebt haben, der übrigens jetzt zur Gänze zu einem Nationalpark erhoben wurde (was gut ist so können Pläne für Luxushotels und dergleichen gleich mal ad acta gelegt werden, wäre schade um diese Natur da) und auf natürlichem Weg gestorben sind, wurden übrigens mühevoll ausgestopft und dann im Tier Museum ausgestellt, ich habs mir angesehen, aber ich bin jetzt nicht so der Fan ausgestopfter Tiere.
Ein Bild findet ihr dennoch am Ende dieses Beitrags bei den Bildern.

Was noch interessant ist: die Inseln bestanden zu einem Großteil aus Sumpfgebiet, was Ende des 19. Jahrhunderts wohl zu einer gröberen Malaria Katastrophe führte, woraufhin man wohl Robert Koch, den berühmten Arzt, zu Hilfe holte, der die Inseln erst von den Sümpfen, und dann von der Malaria befreite.
Ihn zu Ehren gibt es ein in Stein gehauenes Bildnis, auf dem Robert Koch Weg, zu sehen, ein Foto findet ihr ebenfalls bei den Fotos.

Ich könnte jetzt noch stundenlang erzählen, mich hat das alles sehr fasziniert.
Meinem Mann habe ich versprochen zu seinem 80er (also in 34 Jahren hehe) lade ich ihn dorthin ein für eine Woche zur Erholung.

Wenn ihr die Gelegenheit habt das anzusehen, tut es, es zahlt sich wirklich aus, auch wenn die gebuchte 3 stündige Führung (inkl. Fahrt auf dem netten Zug und der Schiffsüberfahrt) nicht günstig ist, ich finde sie ist jeden Euro wert.
Aber bitte nicht im Sommer wo es dort wohl zugeht wie im Taubenschlag, aber im Frühjahr oder Herbst ist es zauberhaft da.

Es gibt übrigens auch 3 Hotels auf der Insel die man buchen kann (kann man im Link zum Park ansehen), angefahren werden dürrfen die Inseln nur über den Haupthafen, wo auch unser Schiff ankam, ansonsten nicht.
Für die Bewohner der Hotels gibt’s einen Strand, da dürfen die baden, ansonsten ist eben alles andere Naturschutzgebiet.

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Da bekommt man doch Lust oder?