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Pferdeschnitzel 2Heute (bzw. gestern als ich es gekocht habe) an meinem Fleischtag habe ich gleichzeitig eine Premiere, Pferdefleisch habe ich noch nie selbstgekocht.
Gegessen schon, früher, viel früher habe ich mal Pferdeleberkäse gegessen.
Und noch früher in Klagenfurt Pferdeschnitzel, paniert wie ein Wiener Schnitzel. Da gabs ein richtiges Pferdegasthaus, ich weiß leider nicht ob es das noch gibt.

Pferdefleisch kam in den letzten Wochen zu Unrecht in die negativen Schlagzeilen, es ist relativ fettarm und hat kaum Cholesterin.
Nähere Informationen.
Allerdings muss die Qualität stimmen, Gammelfleisch würde ich jetzt auch nicht als gesund bezeichnen.

Da ich ja nun einen Bauern kenne, der die lieben Tiere selbst schlachtet, und ich gesehen habe wie sie gehalten werden (Es sind übrigens solche Pferde die auf steilen Wiesen gehalten werden, irgendwie dürften die gerne klettern, keine Ahnung aber wie sie genau heißen), habe ich es gewagt.

Am Freitag habe ich mir als 1 kg Schnitzel und 1 kg Gulaschfleisch geholt.
Vom Schnitzelfleisch habe ich, zubereitet ähnlich wie Rindsgeschnetzeltes, so eine Art Saftfleisch zubereitet.
Auf meiner Suche durch das Web habe ich außer Sauerbraten, der traditionell aus Pferdefleisch gemacht wird, keine besonders auf Pferdefleisch abgestimmten Rezepte gefunden. Aber immer Hinweise, dass man wie Rindfleisch zubereiten könne.

Bei uns gabs die Pferdeschnitzel nun so:

Zutaten:
4 Pferdeschnitzel,
150 g Speck (den hatte ich auch dort gekauft) vom Schwein
Kremser Senf
4 Teelöffel glattes Mehl
Pflanzenöl
200 g Champignons
1 Zwiebel, 1 Knobizehe
Salz, Pfeffer
wer mag 2 Esslöffel Rahm zum Abschmecken.

In einem großen Topf die gewürfelten Zwiebel, Speck, Knobi und Champis in Pflanzenöl andünsten.
Die Schnitzel plattieren und mit Salz und Pfeffer würzen, mit Kremser Senf einstreichen und je einen Teelöffel Mehl darüber streuen.
In heißem Fett erst auf der nicht bemehlten Seite scharf anbraten, dann auf der anderen, das Schnitzel dann in den Topf mit dem Zwiebel geben.
Die Pfanne mit wenig Wasser kurz aufkochen, den Fond zum Schnitzel gießen.
Mit den restlichen Schnitzeln genau so verfahren.
Wenn alle Schnitzel im großen Topf sind, würzen, ev. Rotwein dazu (das habe ich heute nicht gemacht), Deckel drauf und bei kleiner Hitze so lange dünsten bis das Fleisch weich ist.

Wir hatten Barilla Nudeln und Salat dazu.

Wie hats geschmeckt?

Erst wollte Tochter 2 das gar nicht essen, ich (wir) sind ja irre Pferde zu essen. Akzeptiert, hier muss keiner was essen was er nicht mag. Die hat aber dann, nachdem sie morgens tonnenweise die Brandteigkrapferl verputzt hatte, den Gugelhupf bereits um 11 angeschnitten hatte, doch noch verkostet wie Pferd denn nun schmeckt.
Sie hat am meisten eingehauen gggg.

Tochter 1 und der beste aller Ehemänner waren einfach nur neugierig und meinten als ich das gestern gekocht habe (Damit ich heute sporteln gehen kann), das es köstlichst rieche.

Es hat auch köstlichst geschmeckt.
An Rindfleisch erinnert es ganz zart, schmeckt aber doch anders, die Konsistenz kommt auf jeden Fall Rindfleisch nahe. Mir scheint es etwas trockener wie Rind zu sein, das könnte auch hinkommen weil weniger Fettan teil im Pferdefleisch ist.

Ich denke das wird’s wieder geben, je nachdem wenn mich mein Bauer anruft, man bekommt das Fleisch nur wenn sie schlachten und dann muss man schnell sein:-)

Sollte es jemanden interessieren wie die Preise sind:

Das Schnitzelfleisch kostet ca. 19 Euro pro kg, das Gulaschfleisch, ich glaube 11 Euro.
Das ist ein Preis den ich ok finde, die Tiere stammen aber nicht aus Bio Haltung.