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praline 1
So, es ist vollbracht.

Die gute Nachricht, sie sehen nett aus (ist noch steigerungsfähig um vieles), sie schmecken köstlichst.
Die schlechte Nachricht, ich habe kein genaues Rezept, da ich nur die Grundfüllung nach einem Chefkochrezept nachgebaut habe, aber auch soviel verändert, dass man das nicht mehr als das Rezept erkennen täte.
Der Ordnung halber, ich hab mich an diesem Grundrezept (bissl runterscrollen) orientiert, aber so gemacht:

100 ml fl. Schlagobers (Schlagsahne 😉 )
40 g dunkle Kuvertüre
10 g Orangen Kuvertüre (die schmeckt tatsächlich nach Orange..kreisch, lecker)
150 g Milchschokoladekuvertüre
1 Teelöffel voll Kakaobutter, oder selbe Menge Butter

Das Schlagobers aufkochen, Kuvertüre zerbröckeln falls im Ganzen, ich habe Linsen, da entfällt das, in eine Schüssel übers Wasserbad geben, aufgekochtes Schlagobers dazu und alles erweichen, eigentlich gibt’s da Temperaturtabellen dazu, aber ich habs einfach geschmolzen und geschaut dass es nicht zu heiß wird oder gar nochmal kocht.
Danach habe ich alles nochmal mit dem Mixer cremig geschlagen, die folgende Orangenflüssigkeit dazu:

Als Aromatisierung habe ich folgendes gemacht, da ich die Pralinen orangig-pistazig wollte:
2 Bio Orangen, auspressen, Schale abreiben, durch ein feines Haarsieb in ein Reindl seihen
1 Vanilleschote, 1 Esslöffel Zucker, 1 Schuß Cognac
einreduzieren lassen, bis ca. 4 cl überbleiben.
noch als heißer nochmal durch das Sieb gießen, damit die Reste von der Schale entfernt werden.

Diese Masse hab ich dann erstmal auf den Balkon gestellt und inzwischen Erdäpfelgulasch gekocht ggggg.

Die Hohlkörper befüllen war wieder mal ein Problem, weil ich ja immer noch meinen Spritzsack vermisse.
Was ich aber habe ist eine Gebäckpresse, so ne ganz einfache aus Plastik, da sind aber viele verschiedene Tüllen dabei, auch eine die ein gaaaaanz kleines Löchlein nur hat.
Zweites Problem, die Schokomasse war etwas zu flüssig noch als ich sie verarbeiten wollte. Sprich ich hab in GEbäckpresse oben reingelöffelt und unten kams schnell wieder raus.
Aber irgendwie hab ich doch die Hohlkörper befüllt, bis ca. 2 mm unter dem Ende der Öffnung, weil da wollte ich ja was pistazienmässiges noch reinmachen :-).

Da habe ich einfach weiße Kuvertüre mit einer genialen Pistazienpasta erweichen lassen, etwas Kakaobutter dazu, idealerweise hätte ich da wohl auch Schlagobers dazugeben müssen, aber der Aufwand für so eine kleine Menge für 18 Pralinen war mir zu heftig.
Diesen „Deckel“ hab ich einfach mit einem klitzekleinem Löffel auf den restlichen Platz in meinen Pralinen gegeben, darauf achten, dass es bündig abschließt sonst hat man unebene Pralinen (jaja das ist mir natürlich auch passiert.
Das ganze war dann wieder zum Aushärten auf dem Balkon.

Beim Überziehen mit Kuvertüre zeigten sich mir dann die Grenzen wenn man kein gscheits Werkzeug für die Pralinenherstellung besitzt.

Ich hab erstmal ein Kuchengitter mit Alufolie ausgelegt, danach Milchschokoladekuvertüre, aromatisiert auch mit der genialen Pistazienpasta
Ich hab mir dann überlegt wie ich so eine Gabel für Pralinen ersetzen könnte, Draht hatte ich nicht da (grins) also hab ich Zahnstocher verwendet.

Zahnstocher also rein und die Kugeln in die Kuvertüre tunken, gut abtropfen lassen, auf der Alufolie ablegen, erkalten lassen, Zahnstocher raus (klar gibt ein Loch ggg), und mit feinst geriebenen Mandeln bestreuen.
Ich hab die Dinger dann in Papiermanschetten legen.

Eine habe ich aufgeschnitten um zu kosten, der Geschmackstest fiel sehr postiv aus.
Zarter Biss (ggg) und zart nach Pistazie und Orangen schmeckend.

Also der erste Versuch ist, so finde ich, gelungen, ich überleg mir dann was ich als nächstes mache.
Vielleicht morgen Cake Pops 🙂

Alle Zutaten bekommt man beim Zehrer in Klagenfurt oder aber im Metro oder beim Pfeifer denk ich mir.
Ich hab das meiste vom Zehrer bestellt, was hervorragend geklappt hat, innerhalb 48 h hatte ich alles da inkl. einer kleinen Nachbestellung.